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Schleichgang im Schwert-Fall

Tötungsdelikt Schleichgang im Schwert-Fall

Aufruf nach Hinweisen aus der Bevölkerung brachten die Ermittler im Buchenauer Tötungsfall kaum weiter. Die 38-jährige Tochter des 58-jährigen Opfers steht weiter unter dringendem Tatverdacht.

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Tatort Uhlenhorst-Straße in Buchenau. Im unteren Wohnblock verblutete ein 58-Jähriger in seinem Bett. Ihm wurden vermutlich mit einem Schwert vielfache Schnittwunden zugefügt.

Quelle: Thorsten Richter

Buchenau. Kaum weitergekommen sind die Ermittler im Tötungsfall, der sich am 15. Januar in Buchenau ereignete. An jenem Donnerstagmorgen fanden Polizisten einen 58-Jährigen in seinem Bett erstochen vor. Als Tatverdächtige nahmen die Ermittler eine Frau aus dem näheren familiären Umfeld fest. Die Frau stritt vor dem Haftrichter ab, die Tat begangen zu haben.

Im Zuge der Ermittlungen bat die Kriminalpolizei Ende Januar öffentlich um Hinweise im Zusammenhang mit der Tat. Speziell ging es darum, ob am Dienstag, 13. Januar, von frühmorgens bis in die Mittagszeit in Buchenau oder den angrenzenden Dörfern eine Frau mit einem Reisetrolley gesehen wurde, die entweder zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs war.

Auf diesen Aufruf hin hätte es „einige wenige Hinweise“ gegeben, sagt Ute Sehlbach-Schellenberg, „die aber nicht sehr ergiebig waren“, ergänzt die Sprecherin der Marburger Staatsanwaltschaft. Dennoch besteht weiterhin der dringende Tatverdacht und die Frau sei noch einstweilig in der forensischen Psychiatrie untergebracht, berichtete die Marburger Oberstaatsanwältin.

38-jährige Tochter wird nach wie vor verdächtigt

Wie die OP am Tag nach Bekanntwerden der Tat berichtete handelt es sich bei der Verdächtigen um die 38-jährige Tochter des Opfers. Am Tatort fanden Polizisten die mögliche Tatwaffe - ein Schwert. Das Opfer wies vielfache Stich- und Schnittverletzungen am Oberkörper auf.

Die damals erfolgte Obduktion ergab, dass das Opfer an diesen Wunden verblutete. Allerdings gehen die Ermittler davon aus, dass die Verletzung auch von einer anderen Klinge stammen könnten. Auch in dieser Hinsicht gebe es keine neuen Erkenntnisse, sagt Sehlbach-Schellenberg.

Ein Hinweis führte die Polizisten an jenem Donnerstagmorgen zum Tatort in die Straße „Uhlenhorst“. Im dortigen unteren Wohnblock fanden die Ermittler einen 58-jährigen Pflegebedürftigen tot im Bett.

Die Bluttat war im Dautphetaler Ortsteil am Nachmittag der Tat das Tagesgespräch. Die Bewohner der Straße „Uhlenhorst“ sollen mehr „unter sich“ sein und sich im Gegensatz zu den Alteingesessenen nicht am Dorfleben beteiligen. Als Motiv wird im Ort von einer Verzweiflungstat ausgegangen.

Nach bereits im Januar veröffentlichten Informationen der OP soll die Tochter des Opfers Alkoholprobleme haben. Zudem soll das Jugendamt ihren zehnjährigen Sohn am Anfang der Woche vor der Bluttat in ­Obhut genommen haben.

von Gianfranco Fain

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