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Schelte für Kommunikation aus Behörden

Flüchtlings-Notlager an Hinterlandhalle Schelte für Kommunikation aus Behörden

Die Flüchtlinge dürfen 
mit einer freundlichen Aufnahme in der Gemeinde Dautphetal rechnen. Deren Gemeindevertreter kritisieren nur die Informationspolitik der „vorgeschalteten Stellen“.

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bei Erörterung

Die Erdarbeiten am vorgesehenen Standort für die Flüchtlingsunterkünfte an der Hinterlandhalle dauern an. Das schon geschotterte Gelände wird ver­breitert.

Quelle: Gianfranco Fain

Dautphe. Mitte nächster Woche werden die Leichtbauhallen des Notaufnahmelagers an der Hinterlandhalle stehen und noch vor Weihnachten sollen Flüchtlinge einziehen. Die Verzögerung sei unter anderem auf die Witterung zurückzuführen. Das gab Bürgermeister Bernd Schmidt (Freie Wähler) am Montagabend zu Beginn der Gemeindevertretersitzung Dautphetal bekannt.

Damit war das Thema aber noch nicht abgehakt. Die drei Fraktionsvorsitzenden meldeten sich zu Wort, um wie Schmidt den ehrenamtlichen Einsatz der Dautphetaler für die Flüchtlinge zu loben. Schmidt hatte unter anderem auch erwähnt, das eine Kleiderkammer im Gemeindehaus St. Hildegard eingerichtet ist.

Doch in den Ausführungen der Fraktionsvorsitzenden, die wie Joachim Ciliox (SPD) betonten, dass die Menschen ohne Vorbehalte in Dautphetal willkommen geheißen werden, oder wie Dr. Horst Falk (CDU) ihre Freude darüber kundtaten, Menschen in Not helfen zu können, mischten sich auch kritische Töne. Falk sprach auch darüber, dass die Fragen der Bürger ernst genommen werden müssen.

Diesen Eindruck hätten nicht alle Behördenvertreter der Podiumsdiskussion in Friedensdorf bei ihm hinterlassen. So habe er keine befriedigende Antwort darauf erhalten, ob die Gemeinde mit der Aufnahme der jetzt kommenden 300 Flüchtlinge ihre Schuldigkeit getan habe oder mit einem weiteren Kontingent aus den nächsten für den Landkreis angekündigten 1000 Menschen rechnen müsse.

Es entstehen zwei Leichtbau-Hallen

Während Dr. Falk ergänzte, dass ein Vorgespräch mit den Kommunen wünschenswert sei, sagte Joachim Ciliox (SPD): „Die Absprache mit den vorgeschalteten Stellen ist ohne Zweifel verbesserungswürdig.“ In Sachen Kommunikation erwarte er von hauptamtlich Verantwortlichen „deutlich mehr“, sagte Michael Honndorf.

In der freien Wirtschaft würde man dafür abgestraft, fügte der FW-Vorsitzende noch an. Zuvor sprach er hinsichtlich der Integration zwar von „begrenzten Möglichkeiten“, da an der Hinterlandhalle ein Erstaufnahmelager entstehe, dennoch sollten die Menschen unterstützt werden.

An der Hinterlandhalle lässt der Landkreis eine seiner Flächen herrichten, um darauf zwei Leichtbauhallen zu errichten. Wie die OP berichtete, rückten vergangene Woche erneut die Baumaschinen an, um die Fläche zu vergrößern. Am oberen und unteren Rand des Geländes werden drei weitere Meter mit Schotter verfestigt.

Dazu wurde der Hang abgetragen und die Böschung zum Parkstreifen hin „stabilisiert und begrenzt“. Das erklärte der Pressesprecher des Kreises Stephan Schienbein auf Anfrage der OP. Als Begründung für die Verbreiterung gab er an, dass die ursprünglich vorgesehenen Hallen nicht mehr verfügbar sind und auf andere Modelle zurückgegriffen werde.

von Gianfranco Fain

Hier ist die „neu stabilisierte und begrenzte“ Böschung 
am Parkstreifen zu erkennen. Foto: Gianfranco Fain
 
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