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Schäfers aus den USA lieben Buchenau

Grenzgang Schäfers aus den USA lieben Buchenau

Alle sieben Jahre fliegt Familie Schäfer 6913 Kilometer von Chicago (USA) nach Buchenau, um am Grenzgang teilzunehmen.

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Familie Schäfer ist extra aus Amerika angereist, um den Grenzgang in Buchenau zu feiern und den Ort zu besuchen, an dem die Eltern beziehungsweise Großeltern aufgewachsen sind. Foto: Salomé Weber

Buchenau. Seitdem das Ehepaar Christa und Jakob Schäfer aus Buchenau im Jahr 1954 nach Chicago ausgewandert ist, hat die Familie keinen Grenzgang in Buchenau verpasst. Mittlerweile nehmen auch die Kinder und Enkelkinder, mit ihren jeweiligen Familien, die Reise von den USA nach Deutschland auf sich, um an der traditionellen Veranstaltung teilzunehmen. Ihre Zugehörigkeit unterstreicht die Familie nicht nur mit ihrem amerikanischen Akzent, sondern auch mit extra für den Grenzgang angefertigten T-Shirts.

Den schwarzen Hintergrund ziert ein Herz, das zur Hälfte mit der amerikanischen und deutschen Flagge ausgefüllt ist.

„Obwohl ich nicht in Deutschland geboren bin, fühle ich mich diesem Land und insbesondere dem Ort Buchenau sehr verbunden“, sagt Enkeltochter Hanna Simons und fügt hinzu: „Hier fühle ich mich immer willkommen. Die Menschen sind offen, freundlich und zuvorkommend.“

Für die Studentin ist Buchenau zur zweiten Heimat und die Familie Nassauer zu einer zweiten Familie geworden.

„Ich verbringe meine Ferien hier, um nach meinen Wurzeln zu forschen, um herauszufinden, wo ich herkomme“, berichtet Hanna weiter. Während der Grenzgangsfeier hat die Familie an allen Veranstaltungen rund um den Grenzgang teilgenommen.

„Der Grenzgang ist eine tolle Gelegenheit, um die ganze Familie zu vereinen, denn eigentlich leben wir mittlerweile nicht mehr alle gemeinsam in Chicago, sondern über die gesamte Fläche der USA verstreut“, sagt die 19-Jährige.

An Deutschland schätze sie, neben der Freundlichkeit der Menschen, auch das gute Essen und den unverkrampften Umgang der Menschen miteinander: „Ich finde es super, dass hier alle so viel Spaß haben.“

Christa und Jakob Schäfer sind mittlerweile verstorben. Jakob Schäfer starb 2005. 2006 brachten seine Angehörigen seine Asche zurück nach Buchenau, um sie am Vortag des Grenzgangs auf dem Friedhof beizusetzen. Auch die Asche seiner verstorbenen Frau hat die Familie mit in die alte Heimat gebracht und setzte sie am Donnerstag bei.

„Ich finde es schön, dass meine Großeltern auf diesem Weg wieder in ihre ursprüngliche Heimat zurückgekehrt sind.

Der Pfarrer sagte bei der Beerdigung, dass die Heimat überall dort ist, wo man sich wohlfühlt und wo man willkommen ist.

„Deshalb ist Buchenau auch meine Heimat und ich freue mich schon darauf in spätestens sieben Jahren wieder zurückzukehren“, sagt Hanna.

von Salomé Weber

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