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Schäfer: „Macht es zu Eurem Haus“

Neues Feuerwehrgerätehaus Schäfer: „Macht es zu Eurem Haus“

Der Umzug ist bewältigt und die vier Fahrzeuge der drei fusionierten Wehren stehen auch in der Garage: Ab sofort rückt die Feuerwehr Lohra Mitte zu Einsätzen vom Gerätehaus im Rollshäuser Weg aus.

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Die symbolische Schlüsselübergabe vor dem neuen Gerätehaus der Feuerwehr Lohra Mitte vollzogen (von links) der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Patrick Schuhmacher, der stellvertretende Wehrführer Steffen Steiß, Bürgermeister Georg Gaul, Gemeindebrandinspektor Markus Wißmann, Wehrführer Martin Schlagel und Kreisbrandinspektor Lars Schäfer.

Quelle: Gianfranco Fain

Lohra. Die Lohraer Feuerwehrleute seien froh, ihren Dienst in „einem solch tollen Gerätehaus verrichten zu dürfen“, sagte Gemeindebrandinspektor Markus Wißmann am Dienstag über den „Zweckbau“, der als Feuerwehrgerätehaus an die Brandschützer übergeben wurde.

Dass sich die Lohraer freuen können, machte auch Kreisbrandinspektor Lars Schäfer, der die Landrätin vertrat, deutlich: „Kaum ein Feuerwehrmann erlebt die Inbetriebnahme eines neuen Gerätehauses.“ Dies gelte es nun mit Leben zu erfüllen, wozu Schäfer den Rat gab: „Macht es zu Eurem Haus!“ Dieses stelle mit seiner Struktur einen großen Gewinn dar und könne zur Begegnungsstätte für alle Lohraer Wehren werden.

Zur Überwindung des Ortsteildenkens solle das neue Gerätehaus beitragen, wünschte Werner Waßmuth. Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Gemeindeparlament betonte ebenso wie sein SPD-Kollege Kurt Schwald und Bürgermeister Georg Gaul, dass die freiwillige Entscheidung zur Fusion der Wehren aus Damm, Nanz-Willershausen und Lohra Mitte dazu beigetragen habe, dieses neue Gerätehaus zu bauen.

Punktlandung des Baus 
bei Zeit und Kosten

Die Fusion sei keine politische Entscheidung, sondern eine der Vernunft und des Verantwortungsbewusstseins gewesen, hob Gaul hervor. Lohra verfüge nun über „eine starke Feuerwehr mit einer sehr, sehr großen Einsatzabteilung“. Nutznießer des neuen Hauses sind nun die Lohraer Wehren im Allgemeinen und am Dienstag die Jugendfeuerwehr im Besonderen.

Sowohl der Kreisbrandinspektor als auch Ralf Elgner, Prokurist des Generalunternehmers Fechtelkord und Eggersmann, hatten Schecks dabei. Die Jugendwehr kann sich über insgesamt 800 Euro freuen, die als Startkapital für die Ausrüstung mit Wetterschutzjacken genutzt werden.

Lob gab es nicht nur für den Generalunternehmer, der laut Gaul „zeitgemäß den Rahmen einhielt und finanziell eine Punktlandung vollbrachte“, sondern auch für Hans-Georg Hof, der als heimischer Unternehmer nicht nur die Lohraer Feuerwehr in ihrer Einsatzbereitschaft unterstützt, sondern auch die Kosten für die neuen Spinde übernahm.

Bürgermeister Gaul skizzierte die fast siebenjährige Entstehungsgeschichte des insgesamt rund 2,19 Millionen teuren Baus. Auslöser war eine Besichtigung des alten Feuerwehrgerätehauses durch den Ortsbeirat, dem bald in der Gemeindevertretung ein Antrag folgte.

Land gab 268.000 Euro dazu

Die ersten Überlegungen zielten noch auf eine Modernisierung des alten Standortes mithilfe des Konjunkturprogrammes II ab. Am 9. Juni 2011 beschloss die Gemeindevertretung den Bau eines Feuerwehrgerätehauses als „PPP“-Modell der hessischen Ministerien.

Die Zusage einer Förderung durch das Land in Höhe von 268.000 Euro kam im November 2012. Im Dezember schwenkte die Gemeindevertretung um: Statt der Errichtung im Partner-Modell favorisierten sie nun ein Generalunternehmer-Modell und statt des alten Standortes den am Rollshäuser Weg. Dieser hat den Vorteil, dass von dort aus Damm und Nanz-Willershausen abgedeckt werden.

Am 9. Juli 2015 beauftragte die Gemeindevertretung den Generalunternehmer Fechtelkord und Eggersmann mit dem Bau des Hauses bis Ende Mai 2016. Zwischenzeitlich kamen im Zuge der Diskussion um die Einsatzbereitschaft Signale aus Damm und Nanz-Willershausen, sich der Lohraer Wehr anschließen zu wollen. Diesen Schritt vollzogen die Nanz-Willershäuser im Dezember 2013, die Dammer im Januar 2014.

Der erste Spatenstich erfolgte am 21. September 2015, es folgte am 13. Januar das Richtfest und am 18. Mai 2016 die Bauabnahme. Die Kosten und der „sportliche“ Zeitplan wurden somit eingehalten, betonte der Bürgermeister.

Im Juni begann die Firma Barth mit den Arbeiten an den Außenanlagen und das Anlegen der Grünflächen durch den gemeindlichen Baubetriebshof. Mit der Lieferung der Ausrüstung und Ausstattung erfolgte ab Ende August auch der Umzug der drei Feuerwehren ins neue Domizil, die am 11. September die Neugründung der fusionierten Lohraer Feuerwehr besiegelten ( die OP berichtete).

von Gianfranco Fain

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