Die Saunalandschaft im Freizeitbad „Nautilust“ wurde Mitte des Jahres eröffnet.
Gladenbach. Dagmar Scharf aus Sterzhausen ist seit zwei Jahrzehnten eine regelmäßige Saunagängerin. Früher nahm sie ihre Kinder mit, heute sind es die acht und zehn Jahre alten Enkelkinder, die Spaß am Saunieren haben. Große Erwartungen hat die Sterzhäuserin in den Neubau des „Nautilust“-Bades gesetzt. Seitdem ein Brand das alte Bad komplett zerstört hatte, nimmt die Sterzhäuserin eine zweieinhalbstündige Autofahrt auf sich, um im „Arobella Bad“ zu saunieren.
Trotz der Fahrtkosten stimme immer noch das Preis-Leistungs-Verhältnis, sagt Scharf, die regelmäßig einmal pro Woche in die Sauna geht. Da es in Gladenbach nur den Ganztagstarif von 15 Euro pro Person gibt, müsste Scharf bei einem Familiensauna-Tag 60 Euro zahlen. „Wer kann das denn?“, sagt sie. In Bad Arolsen komme sie günstiger weg, selbst wenn sie die Spritkosten einkalkuliert. Dort zahlt sie für eine Familienkarte nur die Hälfte.
Damit wettert sie keinesfalls gegen den Preis von 15 Euro für Erwachsene, die den ganzen Tag die Sauna nutzen können. Ihr geht es vielmehr um eine preisliche Unterscheidung bei Kindern und Jugendlichen sowie für Berufstätige und Senioren. Scharf würde eine Staffelung der Preise mit der Einführung einer Familienkarte sowie Seniorenkarte sowie von Mehrstundentarifen im „Nautilust“ sehr begrüßen. „Das Problem ist erkannt. Der Aufsichtsrat wird sich demnächst damit beschäftigen“, sagt Günter Euler, Geschäftsführer der KFG.
von Silke Pfeifer-Sternke
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