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Sanierungsstau nicht aufgelöst

Ortsbeirat Sanierungsstau nicht aufgelöst

Bellnhausens Ortsbeirat ist unzufrieden, weil dringen notwendige Straßensanierungen und Arbeiten am Friedhof noch nicht erledigt sind.

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Den Vorplatz zum Bellnhäuser Friedhof wollte die Dorfgemeinschaft in Eigenleistung pflastern. Die Stadt zieht es laut Ortsbeirat vor, den Platz zu asphaltieren.

Quelle: Klaus Peter

Bellnhausen. Wie Ortsvorsteher Michael Thomas berichtete, habe am 17. April vergangenen Jahres eine Ortsbesichtigung mit dem städtischen Bauamt und dem Bauhof am Friedhof stattgefunden. Damals sei zugesagt worden, dass die seit längerer Zeit angemahnten Befestigungsarbeiten des Parkplatzes, des Gehweges auf dem Friedhof und des Vorplatzes der Friedhofshalle im Jahr 2014 erledigt würden. Der Parkplatz sollte im Zuge der Straßensanierung geteert werden. Ursprünglich, so der Ortsvorsteher weiter, habe sich der Ortsbeirat dafür ausgesprochen, diesen Teil zusammen mit den Bürgern in ­Eigenleistung zu pflastern.

Ortsbeirat ist verwundert

Bei diesem Vorschlag hätte die Stadt lediglich die Materialkosten tragen müssen. Jetzt, so die Verwaltung, solle der Parkplatz mit einem Kostenaufwand von 6000 Euro geteert werden und weitere 2500 Euro seien laut Kalkulation nötig, um den Gehweg und den Vorplatz vor der Friedhofshalle zu befestigen.

Ortsbeiratsmitglied Walter Schäfer-Drösch zeigte sich etwas verwundert darüber, dass dem Vorschlag des Gremiums nicht entsprochen worden sei. Andere Kommunen würden Eigenleistungen der Bürger sicher besser unterstützen. Der Ortsbeirat hofft, dass die von der Stadtverwaltung angekündigten Arbeiten zumindest noch in diesem Jahr erledigt werden.

Eine Stellungnahme zu dem Haushaltsplanentwurf 2015 der Stadt Gladenbach wollte das Gremium nicht abgeben. Vielmehr wurde das Zahlenwerk ohne Votum zur Kenntnis genommen, da für das laufende Jahr keine Investitionen für den Gladenbacher Ortsteil Bellnhausen vorgesehen seien.

Als notwendig erachtet wird, wie schon im vergangenen Jahr, der Kauf neuer Stühle und Tische für das Dorfgemeinschaftshaus. Die Kosten bezifferte Walter Schäfer-Drösch auf 10000 bis 11000 Euro. Zu diesem Projekt habe bereits ein „runder Tisch“ stattgefunden, an dem Vereine, Kirche und Jagdgenossenschaft teilgenommen hätten. Grundsätzlich standen alle Teilnehmer einem Neuerwerb positiv gegenüber. Gleichwohl sollte abgewartet werden, in welcher Größenordnung sich die Stadt an einer solchen Investition beteiligt. Mittlerweile liege vom Magistrat eine entsprechende Stellungnahme vor, die den Zuschuss auf zehn Prozent begrenzt, was ein großes Defizit in der Finanzierung bedeute.

Der Ortsvorsteher will bis Ende April erneut zu einem runden Tisch einladen, um endgültig zu klären, ob und in welcher Größenordnung sich die Vereine, die Kirche und die Jagdgenossenschaft an den Kosten beteiligen. Wenn die Finanzierung nicht sichergestellt sei, könne dieses Projekt zurzeit nicht weiter verfolgt werden.

Kritische Worte gab es seitens des Ortsbeirates auch zu den Stadtstraßen. So sei im vergangenen Jahr wohl das eine oder andere Loch notdürftig gefüllt worden. Gleichwohl würden noch zahlreiche Sanierungen anstehen, die hoffentlich in diesem Jahr erledigt würden.

Auch stehe die Sanierung der Allna-Mauer nach wie vor aus, zuletzt sei 2011 anlässlich eines Ortstermins die Dringlichkeit dieser Sanierung festgestellt worden.

Kritik an Leistungskürzung

Massive Kritik übte ein Bürger am Vorschlag des Stadtverordnetenvorstehers Hans-Herrmann Ullrich, der die Zuschüsse für Wald- und Feldwegebau von bisher 30 Prozent auf 20 Prozent reduzieren möchte und diese Zuschüsse als freiwillige Leistung der Stadt hingestellt habe. Ein solches Ansinnen sei unerträglich, denn auch Hans-Herrmann Ullrich müsste bekannt sein, dass sich die Herrichtung und Unterhaltung von Wald- und Feldwegen ausschließlich in der Trägerschaft der Stadt befinde. Wenn bisher die Jagdgenossen ihr Geld in solche Projekte investiert hätten und die Stadt sich nur bis zu 30 Prozent beteiligt habe, sei dies nicht eine freiwillige Leistung der Stadt, sondern eine freiwillige Leistung der Jagdgenossen. Deshalb sei es nicht hinnehmbar, dass diese Zuschüsse gekürzt würden. Gleichwohl hat das Parlament am Donnerstag der zeitlich begrenzten Kürzung der Zuschüsse zugestimmt.

Ortsvorsteher Michael Thomas teilte dem Gremium dann noch mit, dass er aus gesundheitlichen Gründen bei der anstehenden Kommunalwahl im März 2016 nicht mehr für den Ortsbeirat kandidieren werde.

von Klaus Peter

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