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Sanierungsstau bereitet Sorgen

Zustand der Gemeindestraßen Sanierungsstau bereitet Sorgen

Die Verkleinerung der Ortsbeiräte ist vom Tisch. Damit entsprach das ­Parlament auch dem Wunsch des Hartenroder Gremiums.

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Frost und Wasser richten an den sanierungsbedürftigen Straßen noch größere Schäden an.

Quelle: Klaus Peter

Hartenrod. Ortsvorsteher Hans-Jürgen Debus sowie Karl Hofmann, David Freund und Armin Müller-Rasmussen bilden derzeit den Ortsbeirat Hartenrod. Da Arndt Räuber das Amt des Ersten Beigeordneten bekleidet, schied dieser aus dem Gremium aus.

Parlamentschef Claus Lixfeld hatte den Ortsbeirat um eine Stellungnahme gebeten, ob die Zahl der Mitglieder auf drei reduziert werden soll. Die Hartenroder wollen das Gremium aber weiterhin mit fünf Personen besetzen. Aus Sicht von Debus und Freund ist es nicht schwierig, für Hartenrod genügend Kandidaten zu finden, die Interesse an politischer Arbeit haben. Karl Hofmann schlug vor, zur Kommunalwahl eine Gemeinschaftsliste aufzustellen.

Das Thema Friedhof stand während der Sitzung ebenfalls zur Debatte. Dabei ging es um die Neugestaltung des Geländes sowie um die Abräumung von Gräbern. Als „nicht befriedigend“ bezeichnete es der Ortsbeirat, dass die Verwaltung nun lediglich einen Belegungsplan übermittelt hat – obwohl die Hartenroder bereits Vorschläge zur Gestaltung des Friedhofs gemacht haben. Auch dem Antrag auf Einebnung der Gräber, deren Ruhefristen abgelaufen sind, sei bisher nicht entsprochen worden. Begründet wurde dies damit, dass dafür kein Geld im Haushalt eingestellt wurde, erklärte Debus.

10 000 Euro für Kindergarten am „Heiligenstock“

Ein Bürger konnte sich mit dieser Aussage nicht anfreunden. Er erinnerte sich, dass bereits vor etwa 20 Jahren die Friedhofsgebühren angehoben wurden – auch mit der Maßgabe, dass eine Abräumung des Grabfeldes mit inbegriffen sei. Deshalb müssten zweckgebundene Mittel vorhanden sein, so seine Meinung.

Arndt Räuber fragte nach, ob sich bei der angedachten Sanierung der Friedhofshalle in Eigenleistung etwas bewegt habe. Nach Auskunft des Ortsvorstehers müssen noch Schreinerarbeiten ausgeführt werden.

Debus informierte außerdem über Projekte, die noch erledigt werden sollen. Am Backhaus müsse der Putz saniert und eine Grünfläche gepflastert werden. Auch die Sanierung des Durchgangs von der Gründeling- zur Hauptstraße stehe noch an. Ein weiterer Wunsch ist eine neue Feinschicht auf dem Schotterweg Spielplatz/Poststraße.

Im gemeindlichen Haushalt sind laut Debus 10 000 Euro für den Kindergarten (Fußweg, Bad und Schallschutz) eingestellt. Weitere 10 000 Euro sind für einen Spielplatz „Am Heiligenstock“ vorgesehen – dazu laufen derzeit noch Grundstücksverhandlungen. 5000 Euro flossen im vergangenen Jahr in die Sanierung der Toilettenanlage der Schutzhütte, nun sollen weitere 5000 Euro folgen.

Streit um geplanten Schlagbaum am Festplatz

Die Ortsstraßen sind nach Einschätzung des Ortsvorstehers in einem „sehr schlechtem Zustand“. Als Beispiele nannte Debus die „Waldstraße“ in Richtung Bauhof und die Straße „Am Goldfloß“. Arndt Räuber teilte dazu mit, dass in diesem Jahr zunächst Frostschäden behoben werden. Ab 2016 soll dann in größerem Umfang mit Sanierungen begonnen werden.

Für den Ortsbeirat ist es weiter wichtig, dass ein Zugang vom Parkplatz am Backhaus zur Hauptstraße geschaffen wird. Räuber erklärte dazu, dass derzeit nach einer Lösung gesucht werde und die Überbrückung der „Salzböde“ aufwendig sei. Debus und das gemeindliche Ordnungsamt hatten sich mit dem Zustand des Festplatzes und dem dortigen Müll-Problem befasst.

Angedacht war, die Zufahrt mittels eines Schlagbaums zu regeln. Der Turnverein begrüßte laut Debus eine solche Lösung. Der Sportverein habe sich dagegen ausgesprochen. Bei der Vielzahl von Trainern und Spielern sei dies in der Praxis schwer umsetzbar, so die Begründung.

In seiner nächsten Sitzung will der Ortsbeirat darüber beraten, ob sich weiterhin ein ­Sicherheitsdienst dieses Problems annehmen oder ob doch ein Schlagbaum aufgestellt werden soll.

von Helga Peter

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