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SPD und Freie Wähler legen zu

Trend-Ergebnisse Hinterland SPD und Freie Wähler legen zu

Den größten Zuwachs an Stimmen verzeichneten die Grünen in Gladenbach. Sie steigerten ihr Listenergebnis im Vergleich zum Jahr 2006 um fast das Dreifache.

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Unmittelbar nach Schließung der Wahllokale begann auch in Gladenbach im Haus des Gastes die Auszählung der Stimmen zur Kommunalwahl.

Quelle: Ingrid Lang

Gladenbach . Noch sind die Ergebnisse nicht amtlich, die Trends zeigen nur den Anteil der Wähler an, die aufs Kumulieren, also das Häufeln von Stimmen, und das Panaschieren, also das Verteilen ihrer Stimmen auf Kandidaten unterschiedlicher Wahllisten, verzichtet haben. Sie entschieden sich mit ihrem Kreuz einzig für eine Liste. Da der Anteil der Briefwähler bei dieser Kommunalwahl zugenommen hat, können sich noch Verschiebungen ergeben.
Bad Endbach : Auf die Stelle nach dem Komma genau erzielt die CDU in Bad Endbach dasselbe Trendergebnis wie vor 5 Jahren. Besser schneidet allerdings die SPD ab, die 4,4 Prozentpunkte dazugewonnen hat. Die Verlierer sind zurzeit die Wählergemeinschaften. Während die FWG nur 0,6 Prozentpunkte verliert, erlebt die UBL einen Einbruch: Mit 3,8 Prozentpunkten Verlust hat sich ihr Ergebnis um mehr als die Hälfte verringert. Für Bürgermeister Markus Schäfer birgt das Ergebnis jedoch keine Gefahr, da trotz der Stimmengewinne der SPD die Zählgemeinschaft mit der FWG, so sie bestehen bleibt, eine gut gepolsterte Mehrheit bieten würde.
Biedenkopf : Die SPD ist der große Gewinner der Wahl zum Biedenkopfer Stadtparlament. Das steht schon nach dem Trendergebnis fest. Demnach kämen die Sozialdemokraten auf 43,3 Prozent und würden gegenüber 2006 (33,6 Prozent) deutlich hinzugewinnen.
Die CDU verbuchte gestern Abend 25,8 Prozent und käme bei weitem nicht an das Ergebnis der jüngsten Wahl (31,6 Prozent) heran. Der Bürgerblock erleidet leichte Verluste und könnte einen Sitz im Parlament verlieren. 1,1 Prozent legt die UBL im Vergleich zum Endergebnis von 2006 zu. Die FDP muss aufgrund des Trendergebnisses von 1,8 Prozent um den Einzug in die Stadtverordnetenversammlung bangen. Trotz des guten Abschneidens der Sozialdemokraten muss sich Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD), der erst seit Anfang Januar im Amt ist, seine Mehrheiten suchen.
Dautphetal: Spannend bis zum Schluss wird es in der Gemeinde Dautphetal bleiben. Dem Trend zufolge zeichnet sich bisher nur ab, dass die Freien Wähler gegenüber dem Jahr 2006 genau 2 Prozentpunkte hinzugewonnen haben. Damit würde die Attraktivität der Wählergemeinschaft zunehmen, zumal die beiden großen Volksparteien ihre Trendergebnisse der vergangenen Wahl (CDU 37,5, SPD 44,9 Prozent) nicht erreichten.

Aus Erfahrung darf die CDU hoffen, da sie im Jahr 2006 gegenüber dem Trend noch 4 Prozentpunkte hinzugewann, während die SPD 2,3 Prozentpunkte verlor. Auch die Freien Wähler verbesserten damals ihr Trendergebnis noch um 1,7 auf 17,6 Prozent. Das haben sie jetzt schon getoppt, jedoch sind erst ein Drittel der Wahlscheine ausgezählt. Gladenbach: In Gladenbach verliert die CDU ihre absolute Mehrheit. Sie kam vor fünf Jahren auf 50,9 Prozent und hatte bisher 19 Sitze im Parlament. Dem Trendergebnis zufolge käme sie jetzt auf 17 Sitze.Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim (CDU) könnte die neue Legislaturperiode recht entspannt angehen, wenn es bei der Zählgemeinschaft mit den Freien Wählern bliebe, denn die wären unverändert mit zwei Sitzen im Parlament vertreten. Der SPD fielen weiterhin 13 Sitze zu.Auch in Gladenbach haben die Grünen – dort treten sie unter der Bezeichnung Junge Liste/Die Grünen (JL) an – die meisten Zugewinne. Die JL kommt laut Trend auf 12,4 Prozent und könnte die Zahl ihrer Mandatsträger von bisher 2 auf 5 erhöhen. 2006 gab es in Gladenbach zwischen Trend und Endergebnis bei den Freien Wählern und der Jungen Liste die größten Verschiebungen. Lag die Junge Liste am Sonntag noch vor den Freien Wählern, so drehte sich am Ende das Ergebnis.

von Hartmut Berge
und Gianfranco Fain

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