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SPD diskutiert über Sterbehilfe

SPD-Treffen SPD diskutiert über Sterbehilfe

Gast in der Mitgliederversammlung der Lohrarer Sozialdemokraten war SPD-Bundestagsabgeordneter Sören Bartol. Diskutierte wurde das Thema "Sterbehilfe".

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Diskussionsrunde des SPD-Ortsvereins Lohra mit dem Bundestagsabgeordneten Sören Bartol zum Thema „Sterbehilfe“.

Quelle: Anita Ruprecht

Lohra. . Im Bundestag läuft derzeit eine Debatte über eine Neuregelung der Sterbehilfe. Grundsätzlich bestehe Einigkeit darüber, Hospize und Palliativmedizin, die pflegerische und medizinische Sterbebegleitung, zu fördern, sagte Bartol. Organisierte oder gar kommerzielle Sterbehilfe, wie sie in anderen europäischen Staaten möglich ist, dürfte im deutschen Bundestag wohl keine Chance haben, meinte Bartol.

Elfriede Köhler berichtete von ihren Erfahrungen im Hospizdienst „Immanuel“, wo sie schwerstkranke und sterbende Menschen begleitet. Für den Staat sei es wichtig, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, sagte Bartol und er fügte hinzu, die Parlamentarier müssten sich fragen, ob überhaupt etwas geändert werden müsse. Wie Köhler angedeutet hatte, sei jeder Fall einzeln zu bewerten, sagte Bartol und die Parlamentarier müssten aufpassen, etwas regeln zu wollen, was nicht zu regeln sei. Bei dem Trauma der NS-Vergangenheit Deutschlands, bei der sogenanntes „unwertes Leben“ gezielt vernichtet wurde, sei die aktive Sterbehilfe in Deutschland kein Thema, sagte der Ortsvereinsvorsitzende Hermann Schorge.

Das Gute an der aktuellen Bundestagsdebatte sei, dass Themen wie Hospizbewegung und Palliativmedizin diskutiert und bekannt werden, sagte Bartol. Die Versammelten waren sich einig, dass das Thema „Tod und Sterben“ in weiten Kreisen der Gesellschaft tabuisiert und verdrängt werde.

von Anita Ruprecht

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