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Rummelschnuppern hinter den Kulissen

Kirschenmarkt Rummelschnuppern hinter den Kulissen

Es hat sich gelohnt, darüber waren sich die rund 20 Teilnehmer an der Backstage-Tour auf dem Rummelplatz des Kirschenmarktes einig.

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Abwechslung auf dem Gladenbacher Kirschenarkt. Hier heißt das Motto: "Manchmal muss man sich auch mal durchquetschen".

Quelle: Gianfranco Fain

Gladenbach. Vor allem den Besuch der Losbude, wie Betreiber Willi Parpalioni sein Glücksspiel nennt, fanden die älteren Rundgang-Teilnehmer „informativ“. So drückte es OP-Leserin Doris Bastian aus. Und auch für die Kinder sei es toll gewesen, weil sie alles ausprobieren durften, fand die Weidenhäuserin. Sie selbst hätte zum Beispiel den Blumenkohl im Bierteig „so nicht probiert“. Aber: „Es hat gut geschmeckt“, urteilt sie jetzt.

Ob nun kulinarische Häppchen oder Informationen aus erster Hand: Die von Dennis Ruppert über den Rummelplatz und die „Fressgasse“ geführten Zeitungsleser wurden gefüttert. So erfuhren sie von Eva-Maria Hofmann, dass die rund 750 000 Euro teure „Spaßanlage“ Freddy‘s Company als eine der modernsten in Deutschland zum ersten Mal in Gladenbach ist. 80 Tonnen wiegt das Geschicklichkeitslabyrinth und nimmt eine Fläche von 22 mal 12 Metern ein, wenn es erst einmal aufgebaut ist. Vier Mitarbeiter brauchen dafür zwei Tage, der Abbau gelingt in acht Stunden.

„Wie viele Lose muss man kaufen, um zu gewinnen?“, war die erste Frage, die Willi Parpalioni gestellt wurde. „Eines reicht“, lautete seine Antwort. Denn seine „Tombola unter freiem Himmel“ sei nichts anderes als ein Glücksspiel, das in Deutschland reglementiert ist und stichprobenartig von den Ordnungsämtern überprüft wird.

Deshalb enthält ein Paket der von Parpalioni genutzten Lose 300 Gewinne – darunter ein Haupt-, ein Mittlerer- und ein Sondergewinn sowie ein Auswahllos – und auch 300 Nieten.Die möglichen Gewinne zeigt der Losbudenbetreiber an seinem Fahrzeug, dass eine „Verkaufsfläche“ von 20 Metern Länge und 8 Metern Höhe bietet.

Durften „Freddy‘s Company“ alle Teilnehmer nutzen, kamen bei Dosenwerfen vor allem die Kinder zum Zug. Danach war wieder Input für alle angesagt. Pascal Wunderle aus Nürnberg erläuterte, wie er und seine Familienmitglieder Obst verführerisch mit weißer und dunkler Schokolade umhüllen, wovon nicht nur die Kirschenmarktgäste, sondern auch die heimische Wirtschaft profitieren.
Erdbeeren, Bananen, Ananas, Kiwis oder Kirschen – alles wird frisch von einem Großhändler aus Marburg geliefert. „Die Schokolade machen wir selbst“, erklärt Wunderle, das Umhüllen des Obstes geschieht fortlaufend vor den Augen der Kunden. Dabei ist auch einige Erfahrung nötig, denn es darf nicht zu viel produziert werden. Alles was bei Marktschluss in der Nacht noch in der Kühltheke liegt, muss aus hygienischen Gründen vernichtet oder an die Schausteller‑
kollegen verteilt werden.

Ähnlich ist das Vorgehen auch an den Ständen der Familie Heinen: Ob Blumenkohl im Teig gebacken oder Gyros vom Fleischspieß, alles wird frisch zubereitet, die Grundstoffe kommen von Händlern aus der Region, zu denen jahrelange Verbindungen bestehen. Mit kleinen Kostproben können sich die Rundgangteilnehmer an allen besuchten Ständen von der Qualität der Waren überzeugen. Es schmeckt offensichtlich, doch was war das Beste der Entdeckungstour? Klar, die Informationen zur Losbude haben viele interessiert, doch amüsiert haben sich die meisten in „Freddy‘s Company“. Beim Durchschreiten der „Spaßanlage“ wurde diese ihrem Namen gerecht. Geschicklichkeit, Beweglichkeit und auch Entschlossenheit waren nötig und manches Hindernis rief einige Lacher hervor. „Das wir das gleich am Anfang ausprobieren durften, war toll“, sagt Sandra Bobenau begeistert.

von Gianfranco Fain

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