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Rücksicht auf Behinderte und Ältere

Barrierefreiheit Rücksicht auf Behinderte und Ältere

Bad Endbachs Sozialdemokraten wollen die Gemeinde für Ältere und Menschen mit Behinderungen attraktiver und sicherer machen.

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Nach dem Willen der Bad Endbacher Sozialdemokraten soll die Hinterlandkommune Barrieren für Menschen mit Behinderungen und Ältere abbauen.

Quelle: Nadine Weigel

Bad Endbach. Vier Anträge brachten die Sozialdemokraten in das Bad Endbacher Parlament ein, die zum Ziel hatten, Menschen mit Behinderungen und Älteren den Alltag zu erleichtern. Die Forderung nach Behindertenparkplätzen bei der Volksbank und der Sparkasse an der Landstraße in der Kerngemeinde - beidseitig - beschied Bürgermeister Markus Schäfer negativ. Nicht weil der Gemeindevorstand den Vorschlag ablehnt, sondern vielmehr, weil die benötigten Flächen fehlen, um dort Behindertenparkplätze auszuweisen.

Schäfer hat sich aber bereit erklärt, Gespräche mit den Eigentümern der Flächen aufzunehmen, sodass es eventuell doch noch möglich wird, dort Parkraum für Menschen mit Behinderungen einzurichten. Die SPD sieht dort Handlungsbedarf, weil an der Landstraße das Verkehrsaufkommen hoch ist. In Stoßzeiten stünden nicht ausreichend Parkflächen zur Verfügung. Die Sozialdemokraten erhoffen sich durch die Einrichtung von Behindertenparkplätzen auch ein Mehr an Verkehrssicherheit an der unübersichtlichen Kreuzung.

Der SPD-Antrag, am Fußgängerüberweg auf der Hütte, den Menschen mit Behinderungen einen ungehinderten Zugang zur neuen „Salzbödelandschaft“ zu ermöglichen, wandelte die Mehrheit im Parlament um in einen Prüfauftrag für den Gemeindevorstand. Die SPD sieht Handlungsbedarf, weil Menschen mit schwerer Gehbehinderung an dem Ampelübergang hangseitig einen idealen Ausbau vorfinden. „Wer jedoch dann die Straße Richtung Salzbödetal überquert, sitzt in der Mausefalle und muss umkehren, wenn er nicht zwei bis drei starke Helfer dabei hat“, heißt es in der Begründung. Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Rolf Bernshausen kommt es auf ­eine möglichst kostengünstige und effiziente Lösung an. Bürgermeister Markus Schäfer warf ein, dass er sich Finanzierungsvorschläge für derartige Vorhaben wünschen würde, wofür wiederum Bernshausen wenig Verständnis zeigte. Wenn der Gemeindevorstand etwas wolle, sei sicher Geld vorhanden, sagte er.

„Auftrag ist bereits erteilt“

Auch bei der Überquerungs­hilfe „An der Steinhecke“ in Hütte sieht die SPD dringenden Handlungsbedarf. Dort sollen die Bordsteine abgesenkt werden, damit es Menschen mit Rollstuhl und Rollator ermöglicht wird, die Straße zu überqueren. Steffen Koppers (CDU) riet dringend davon ab, an ­dieser Stelle Sicherheit zu vermitteln. Eigentlich sollte man die Überquerungshilfe an dieser Stelle abschaffen. Dem ­widersprach Rolf Bernshausen: „Es ist die einzige Möglichkeit, die Straße dort zu überqueren. Da muss etwas hin“, sagte er.

Den Hinweis darauf, das viele Autofahrer an dieser Stelle die Geschwindigkeitsbeschränkung von 60 Stundenkilometern nicht einhalten, ließ Bernshausen nicht gelten. „Eine ­Geschwindigkeitsüberwachung wäre sinnvoll“, sagte er. Der Fraktionschef der SPD zog seinen ursprünglichen Antrag dennoch zurück und wandelte ihn in einen Prüfantrag für den Gemeindevorstand um, was bei einer Gegenstimme angenommen wurde.

Als absolut sinnvoll bewertete Bürgermeister Schäfer den SPD-Antrag, am Bad Endbacher ­Verwaltungsgebäude eine Türöffnungsanlage anzubringen, um Menschen mit Behinderungen den Zugang ohne fremde Hilfe zu gewährleisten. „Der Auftrag ist bereits erteilt“, bestätigte er.

von Silke Pfeifer-Sternke

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