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Rosenthal-Demo soll Vorbild fürs Hinterland sein

Kundgebung in Gladenbach Rosenthal-Demo soll Vorbild fürs Hinterland sein

Was in Rosenthal gelungen ist, soll auch in Gladenbach möglich sein: Die Politiker sollen die Bürger zur Demo für die Beibehaltung des bisherigen Konzepts für den ärztlichen Bereitschaftsdienstes mobilisieren.

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In Rosenthal gingen am vergangenen Samstag 800 Bürger auf die Straße und demonstrierten für den Erhalt der bisherigen ärztlichen Bereitschaftsdienste.Foto: Rouven Raatz

Gladenbach. Dem Aufruf des VdK in Rosenthal waren am vergangenen Samstag 800 Menschen gefolgt.

In der dortigen Region soll nach dem bisherigen Konzept der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) nur noch eine Zentrale am Krankenhaus in Frankenberg eingerichtet werden. Patienten mit akuten Beschwerden müssten bis dorthin fahren.

Die Strukturreform betrifft auch den Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Es steht zur Debatte, die bisherigen Standorte Biedenkopf. Gladenbach, Wehrda und Stadtallendorf zu schließen und einen Dienst am Diakoniekrankenhaus in Wehrda einzurichten. Solche Widerstände würden in Frankfurt bei der KV sehr wohl wahrgenommen und könnten die Entscheidungsträger beeinflussen, sagt Peter Kremer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender in der Gladenbacher SPD. Er erinnert an die von den Sozialdemokraten initiierte Unterschriftenaktion gegen die Schließung der Bereitschaftsdienstzentrale in Gladenbach, bei der fast 7000 Menschen unterschrieben hatten.

Er ist zuversichtlich, dass sich eine Demonstration nach Rosenthaler Vorbild auch hier auf die Beine stellen lässt. Deshalb hat er am Sonntag alle Gladenbacher Stadtverordneten angeschrieben und hofft auf einen parteiübergreifenden Schulterschuss. Aus manchem Leserbrief und aufgrund von Aussagen pessimistischer Politiker könne der Eindruck entstehen, dass die Reform schon beschlossene Sache sei.

Sie sei aber längst noch nicht beschlossen, erinnert Kremer. Er fordert auf, mit weiterem Protest kundzutun, „dass wir diese Reform nicht wollen und uns gegen sie wehren“.

Er ist sich sicher: „Wenn wir auch die Gemeinden Lohra und Bad Endbach sowie Dautphetal für die Aktion in Gladenbach gewinnen könnten, dann kämen doch ein paar Tausend Menschen zusammen.“

„Wir dürfen nicht aufgeben“, fordert er und regt an, die Vorsitzenden beziehungsweise Vertreter der Fraktionen sollten zusammenkommen und eine ähnliche Demonstration organisieren.

Die ersten Rückmeldungen auf sein Anschreiben seien positiv, sowohl aus seiner eigenen Fraktion als auch von Seiten der CDU, freute sich Peter Kremer gestern. Darüber hinaus habe Stadtverordnetenvorsteher Hans-Hermann Ullrich (CDU) angekündigt, das Thema im gestern Abend tagenden Ältestenrat des Parlamentes zur Sprache zu bringen.

von Hartmut Berge

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