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Roland Petri steht Parlament vor

Zählgemeinschaft SPD und FW Roland Petri steht Parlament vor

Die neue Mehrheit im 
Gladenbacher Parlament aus SPD und FW hat sich am Donnerstagabend durchgesetzt: Roland Petri ist der neue Stadtverordnetenvorsteher, Armin 
Becker Erster Stadtrat.

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Das Parlament wählte am Donnerstagabend Roland Petri (SPD, Mitte) zum Vorsitzenden. Rolf Baumann (CDU, rechts) und Bürgermeister Peter Kremer (parteilos) gratulierten.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Gladenbach. Die Zählgemeinschaft SPD und FW stellte mit Roland Petri (SPD) ihren Kandidaten als Parlamentschef zur Wahl, während die Christdemokraten auf die Aufstellung eines Kandidaten verzichteten.

Dass die Stadtverordnetenversammlung Petri letztlich ihr Vertrauen aussprachen, kam aufgrund der Mehrheitsverhältnisse nicht überraschend. Er wurde bei elf Enthaltungen der CDU ins Amt gehoben. Petri war dennoch mit dem Votum zufrieden.

„Ich bin nicht böse, dass mir nicht alle 
ihre Stimme gegeben haben. Jeder weiß, dass man nicht uneingeschränkt hinter jedem stehen kann“, sagte Petri. Er wolle dennoch dafür stehen, der Vorsitzende für alle zu sein.

CDU hatte sich einen Platz ausgerechnet

Dem Rüchenbacher ist die Funktion nicht fremd, er war bereits von 1995 bis 2001 Parlaments-Chef. Ganz konfliktfrei verlief die konstituierende Sitzung dann auch nicht. Die Christdemokraten waren in einem Punkt ziemlich verärgert: Die neue Hauptsatzung lässt drei Stellvertreter für den Parlamentschef zu.

Deshalb hatte die CDU-Fraktion damit gerechnet, dass ihr Favorit zumindest den Posten des zweiten Stellvertreters erhält. Doch Hans-Hermann Ullrich (CDU) kommt jetzt erst als dritter Stellvertreter zum Zug. Den Posten des ersten Stellvertreters übernimmt Klaus-Dieter Knierim (FW), den des zweiten Edmund Zimmermann (Junge Liste/Bündnis 90/ Die Grünen).

Bevor die Posten zur Wahl standen, oblag es Rolf Baumann (CDU), dem nach Jahren ältesten Mitglied der Stadtverordnetenversammlung, zum dritten Mal in seiner Laufbahn als Kommunalpolitiker, die Sitzungsleitung bis nach der Wahl zu übernehmen.

Blick auf Personalsituation in der Stadtverwaltung

Er appellierte sodann an die Mandatsträger, in den nächsten fünf Jahren verantwortungsbewusst zu handeln. „Unser Ziel muss es sein, den Anforderungen als Entwicklungsschwerpunkt und Mittelzentrum im ländlichen Raum zu bestehen“, sagte er.

Baumann ging auch auf die Personalsituation in der Stadtverwaltung und des Eigenbetriebs SEB ein. Da zahlreiche Mitarbeiter – auch Führungskräfte – ausscheiden, sei es notwendig, durch Rationalisierung der Arbeitsabläufe 
Synergieeffekte zu schaffen.


Eine interkommunale Zusammenarbeit könne aus seiner Sicht neue Ressourcen eröffnen. Als gemeinsames Ziel in der laufenden Legislaturperiode müsse es die Aufgabe aller Fraktionen sein, das Handeln der Stadtverordnetenversammlung gegenüber der Öffentlichkeit transparent zu machen. „Ich glaube fest daran, bereits gute Signale zu erkennen“, sagte Baumann.

von Silke Pfeifer-Sternke

Im Magistrat erhielt Armin Becker (vorne Mitte) die meisten Stimmen, er ist Erster Stadtrat. Foto: Silke Pfeifer-Sternke
 
Der Magistrat setzt sich wie folgt zusammen: Armin Becker (Erster Stadtrat, SPD), Jens Urban (FW), Michael Willms (SPD), Armin Burg (FW), Walter Jakowetz (CDU), Rolf Baumann (CDU), Petra Marenda-Garth (JL/Bündnis 90/Die Grünen).
 
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