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Robert Müller ausgezeichnet

Leichweber-Preis-Verleihung Robert Müller ausgezeichnet

Knapp 300 Gäste kamen am Montagabend zur 31. Preisverleihung der Berthold-Leinweber-Stiftung ins Haus des Gastes.

Gladenbach. Die Feier wurde mit Liedern wie „Ehre sei Gott“ unter der Leitung von Dr. Regina Preisig-Müller vom Chor der evangelischen Chrischona- Gemeinde Mornshausen umrahmt.

Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim zeigte sich erfreut über den gut gefüllten Saal, denn dies zeige wie anerkannt und geschätzt der Würdenträger sei.

Zu den Gästen zählten neben vielen Politikern, Mitglieder aus den umliegenden Heimatvereinen, Preisträger der Dr.-Berthold-Leinweber-Stiftung, viele Bürger aus Rachelshausen, Runzhausen, Bellnhausen sowie den umliegenden Ortschaften.

Müller habe sich über viele Jahrzehnte unter anderem im Heimat- und Museumsverein Amt Blankenstein um die Naturkunde und die Heimatgeschichte verdient gemacht, sagte Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim. Er erinnerte auch an das Leben und Wirken des Stiftungsgründers Dr. phil. Berthold Leinweber.

Die Laudatio hielt Stadtverordnetenvorsteher und Vorstandsmitglied Hans-Hermann Ullrich, der das Leben und Wirken des 87-jährigen Preisträgers würdigte. Dreimal habe er sich mit Robert Müller getroffen, berichtete Ullrich. Dazu zählte eine Privatführung in Müllers Steinbruch. „In diesen zweieinhalb Stunden habe ich mehr über Natur- und Heimatkunde erfahren als in der Schule“, sagte der Stadtverordnetenvorsteher schmunzelnd. Robert Müller wurde am 25. Dezember 1925 in Rachelshausen geboren. Nach dem Ende der Schulzeit begann seine Laufbahn 1940 im Steinbruchbetrieb in Rachelshausen, den zehn Jahre zuvor sein Vater mit Reinhold Jung und Heinrich Pfeifer gegründet hatten.

Seit dieser Zeit und bis heute interessiert sich Robert Müller für die Geschichte des Steinbruchs der 1996 stillgelegt wurde. Er ist fasziniert von der Mineralogie.

In Gladenbach erinnern an den Steinbruch der 2 sprudelnde“ Stein vor dem Haus des Gastes, der Gedenkstein in der Burgstraße der den jüdischen Mitbürgern und der ehemalige Synagoge gewidmet wurde, sowie der Brunnen am Marktplatz.

Ullrich berichtete über die etwa 20 Ehrenämter, die Müller im Laufe der Jahrzehnte ausgeübt habe. Zuletzt habe er bei der Dorfchronik zum Gladenbacher Stadtjubiläum mitgewirkt.

Im Anschluss zeichnete der Bürgermeister im Beisein des Stiftungsvorstandes und Kirschenkönigin Julia Krüger Robert Müller aus.

Knierim zollte dem Preisträger im Namen des Vorstandes für seine Verdienste Anerkennung und Respekt. Er überreichte ihm die Ehrenplakette der Stadt Gladenbach in Gold.

Robert Müller flachste in seiner Dankesrede: „Ich halte mich an die Worte des ehemaligen Arbeitsministers Norbert Blüm der gesagt hat: „An eine alte Flasche hängt man kein Etikett mehr, denn die hat den Glanz verloren.“ Er freute sich über die große Wertschätzung, die ihm zuteil wurde.

Die Arbeit für das Gemeinwohl habe er sehr gerne getan. Er könne auf ein ereignisreiches Leben zurückblicken, und die Auszeichnung zeige ihm, das dass sein Wirken nicht unnütz gewesen sei. Wichtig sei für ihn immer der Leitspruch gewesen: „Wer die Vergangenheit nicht kennt, dem geht die Zukunft verloren.“

Seinen Appell richtete Müller an die Jugend mit den Worten: „Blickt hoffnungsvoll in die Zukunft, denn ihr werdet noch gebraucht.“

Seinen besonderen Dank richtete er an seine Familie, Freunde, Verwandte, Wegbegleiter sowie an seine Nachbarn in Rachelshausen. Mit stehenden Ovationen dankten die Gäste Müller für seine bewegenden Worte. Glückwünsche überbrachte auch Dr. Konrad Schulz von der Landseniorenvereinigung.

von Ingrid Lang

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