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Rinks Hilfe kommt auf Philippinen an

Straßenfest mit Spendensammlung Rinks Hilfe kommt auf Philippinen an

2013 wütete der Taifun „Haiyan“ auf den Philippinen, ein Jahr darauf der Taifun „Hagupit“. Die Schreckensbilder erschütterten Familie Rink aus Weidenhausen. Sie sahen das Elend und halfen.

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Mit einem Schild bedanken sich die Schüler für den Einbau eines Ventilators in ihrem Klassenraum: „Danke euch gutherzigen Menschen aus Deutschland, dass ihr uns geholfen habt“. Privatfoto

Quelle: privat

Weidenhausen. Der 3. Dezember hat für Meden und Heinz-Dieter Rink eine besondere Bedeutung. An diesem Tag sammeln sie ab 17 Uhr im Lerchenweg Nummer 7 erneut Spenden für die Philippinen und zeigen Besuchern, wo die Hilfe hingeflossen ist.

Bei Glühwein und philippinischen Spezialitäten klären Rinks auf, in welcher Form sie den Bewohnern von Tacloban geholfen haben. Das Leid der Landbevölkerung in Pongon MacArthur auf der Insel Leyte konnten sie nach den Naturkatastrophen 2013/2014 mit Unterstützung zahlreicher Freunde und Bekannter lindern.

Ursprünglich wollte Heinz-Dieter Rink an Nikolaus die Tradition vergangener Jahre wiederaufleben lassen: das Feiern mit Nachbarn auf der Straße. Es sollte Glühwein geben und nette Gespräche. Es waren schon Handzettel verteilt, es dominierten 2013 die Schreckensbilder der Naturkatastrophe auf den Philippinen die Medien.

Hilfe zur Selbsthilfe

Meden Rink kam der Gedanke, beim Straßenfest, eine Spardose aufzustellen, um Spenden zu sammeln. Rinks rechneten mit 200 bis 300 Euro. Das Geld wollten sie in Wetzlar während einer philippinischen Messe dem Pfarrer übergeben, der über Weihnachten auf die Philippinen wollte.

Es kam weit mehr Geld zusammen, als Rinks gedacht haben. Mehr als 1000 Euro wurde beim Straßenfest gesammelt, weitere 2000 Euro kamen durch ein Konzert der Hinterländer Blasmusiker und durch Bekannte hinzu. Und weil der Pfarrer das Geld der Caritas übergeben wollte entschieden sie sich, es selbst dorthin zu bringen, wo die Menschen es am nötigsten brauchten.

Es war Zufall oder auch eine Fügung des Schicksals, dass genau zu diesem Zeitpunkt ein philippinischer Chor in der Region gastierte. Ein Sänger kam aus MacArthur. Er hatte alles verloren, war nicht sicher, ob seine Familie noch lebte. Über den Sänger aus MacArthur knüpfte Meden Rink Kontakte.

Das Geld wurde zum Bau eines Hauses eingesetzt, 2015 wurde von Spenden eine Motorsäge gekauft, Ventilatoren für Schulen angeschafft. Zudem floss Geld in die Landwirtschaft: in den Anbau von Süßkartoffeln, Bananen, Erdnüssen, Bananen und in den Kauf eines Wasserbüffels für die Feldarbeit. Was die Menschen nicht zum Leben benötigten, verkaufen sie auf den Märkten.

Meden Rink: Es ist noch viel zu tun

„Wir haben Hilfe zur Selbsthilfe geleistet“, sagt Heinz-Dieter Rink. Denn mit der Motorsäge werden Bäume gefällt, die zum Bau von Hütten benötigt werden. Die Dorfbewohner nutzen die Motorsäge für Lohnarbeiten für andere Dörfer, im eigenen Dorf ist die Nutzung umsonst.

„Die Hilfe ist angekommen“, freut sich Meden Rink“. Es sei aber immer noch viel zu tun. Es gebe noch viele Menschen, die in Zelten leben, sagt sie. Am 14. Dezember packt Meden Rink ihre Koffer und fliegt erneut auf die Philippinen. Ihr Ziel: Tacloban. 24 große Umzugskartons sind bereits mit einem Containerschiff unterwegs. Darin sind Bettwäsche, Kleidung und Lebensmittel. Es sind Geschenke zu Weihnachten.

Wenn viele Besucher am 3. Dezember im Lerchenweg 7 wieder ihre Herzen und ihre Geldbörsen öffnen, nimmt Meden auch Bargeld mit, das sie für weitere Projekte im Dorf einsetzen will. Rinks erwarten wieder reichlich Gäste, mehr als nur die Nachbarn. „Es ist nur eine kleine Garage, ich werde den Hof noch überdachen müssen“, sagt Heinz-Dieter Rink.

von Silke Pfeifer-Sternke

 
 
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