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Rheumaklinik soll modernisiert werden

Bauprojekt Rheumaklinik soll modernisiert werden

Das Parlament Bad Endbach ebnete den Weg für den Umbau des Rheumazentrums Mittelhessen. Die rund 60 Jahre alteKlinik soll modernisiert werden.

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Das Rheumazentrum Mittelhessen soll modernisiert werden. Die Geschäftsführung plant einen Neu- und Umbau des aus den 1950er-Jahren stammenden Gebäudekomplexes.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Bad Endbach. Die Planungen für den Neu- beziehungsweise Umbau des Rheumazentrums Mittelhessen in Bad Endbach sind längst fertig, die Förderanträge beim Land Hessen gestellt.

Doch noch hält sich die Klinikleitung mit der konkreten Projektbeschreibung hinterm Berg. Man müsse noch einige Hürden nehmen, erläuterte Geschäftsführer Georg Schuckart die Zurückhaltung. Er geht aber davon aus, dass es im ersten Ouartal 2015 für die Umsetzung der Planung Grünes Licht gibt, sprich, dass die Fördermittelanträge von offizieller Seite als genehmigt gelten und auch der nicht unerhebliche Eigenanteil an der Investitionssumme zur Verfügung stehen wird.

In einer Internetausschreibung des Deutschen Auftragsdienstes „DTAD“ wird die Bausumme auf 10 Millionen Euro geschätzt. Das Architektur­büro ist bereits bestimmt. Es soll einen Klinikersatzneubau einschließlich Teilumbau angrenzender Bereiche für das Rheumazentrum Mittelhessen am derzeitigen Klinikstandort in Bad Endbach planen. Als Baubeginn wird auf der Internetseite Mitte/Ende 2015 angegeben. Nach OP-Informationen steht auch der Abriss des Gebäudes zur Debatte, in dem bis zum Herbst dieses Jahres noch Physiotherapieschüler unterrichtet wurden. Eventuell wird aber auch über eine Teilsanierung nachgedacht.

Bettenzahl bleibt erhalten

Dass nun bald Bagger anrollen können, dafür stimmten die Bad Endbacher Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung, die gleichzeitig die letze in diesem Jahr war. Zustimmung erhielt die 7. Änderung des Bebauungsplanes „Sebastian-Kneipp-Straße“, der auch offen gelegt wird. Diese Änderung ist die Grundlage für den Neu- beziehungsweise Umbau des Rheumazentrums Mittelhessen. Karl-Heinz Seitz (SPD) gab zum Bauvorhaben zu bedenken, dass die „Sebastian-Kneipp-Straße“ durch den zu erwartenen Schwerlastverkehr während der Bauarbeiten Schaden nehmen könnte.

Diese Aussage mit der Zielrichtung, ob mit etwaigen Straßenschäden zu rechnen ist, wurde aber nicht weiter diskutiert. Das Rheumazentrum Mittelhessen besteht seit mehr als 60 Jahren und hat eine Akutabteilung mit 75 Betten sowie eine Rehabilitationsabteilung mit 38 Betten. Die Bettenanzahl sowie das derzeitige Angebot des Rheumazentrums mit Rheumasprechstunde und Ambulanz soll erhalten bleiben, erklärte der Geschäftsführer. Das Gebäude solle lediglich modernisiert werden.

Rheuma ist nicht gleich Rheuma

Die Anfänge der Klinik reichen in das Jahr 1950 zurück. Professor Hans Storck und Dr. Christel Nebel boten damals die ersten Therapien im Erholungsheim „Haus Dennoch“ an. Drei Jahre später wurde am heutigen Standort des Rheumazentrums der erste Behandlungs- und Bettentrakt eröffnet.

Seitdem werden in Bad Endbach Menschen therapiert, die an Rheuma leiden. Hinter dem Begriff verbergen sich mehr als 450 Krankheitsbilder und Symptome. Um nur einige zu nennen: Arthritis (Gelenkentzündung), Morbus Bechterew (Entzündlich rheumatische Erkrankung der Wirbelsäule), Fibromyalgie (chronischer Faser-Muskel-Schmerz), Gicht (Stoffwechselerkrankung) und Osteoporose (Knochenmasseabbau).

Im vergangenen Jahr starb der Klinikgründer Dr. Ulrich Storck, einer der Urväter der Rheumatologie. Die Klinikleitung hatte er bereits 2004 in jüngere Hände abgegeben. Karin Müller-Storck ist Ärztliche Direktorin und Geschäftsführerin des Rheumazentrums.

von Silke Pfeifer-Sternke

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