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Rettungswache deckt Fläche besser ab

Notfallversorgung Rettungswache deckt Fläche besser ab

Kreisbrandinspektor Lars Schäfer erläuterte vor den Dautphetaler Parlamentsausschüssen die Gründe der Verlegung der Rettungswache 7 aus dem Ortsteil Buchenau auf Lahntaler Gemeindegebiet.

Buchenau. Zwei überraschte Parteien standen sich in der Vorwoche im Bürgerhaus Dautphe gegenüber. Beide hatten aus der Zeitung erfahren, dass die Rettungswache aus dem Dautphetaler Ortsteil Buchenau in die benachbarte Gemeinde Lahntal, genauer nach Caldern, verlegt wird, wo sie im Frühjahr 2014 eröffnet werden soll (die OP berichtete). Als „unglücklich“ bezeichnete Kreisbrandinspektor Lars Schäfer das Zustandekommen der Verlegungsmeldung und deshalb sei er auch gern der Bitte nachgekommen, vor den Ausschussmitgliedern die Gründe für die Auswahl des neuen Standortes der Rettungswache 7 zu erläutern und Fragen zu beantworten.

Dass es mittelfristig zu einer Veränderung kommen werde, sei schon seit längerer Zeit bekannt, sagte Schäfer. Spätestens seit einem in diesem Jahr vorliegenden Qualitätsbericht, der, vom Bereichsbeirat Rettungsdienst in Auftrag gegeben, zu dem Schluss kommt, dass die Wache an der Bundesstraße 62 in Buchenau nicht optimal liegt. Einerseits kommt es bei den Einsätzen zu großen Gebietsüberschneidungen mit der neuen Wache in Biedenkopf. Andererseits gibt es in der direkten Umgebung Gebiete, die von den Rettungsteams nicht im vorgegebenen Zeitraum von 10 Minuten zu erreichen sind.

Wache Buchenau: zu klein und schwer modernisierbar

Gegen den Standort Buchenau sprach auch, dass die Rettungswache 7 von einer sekundären in eine primäre umgewandelt werden soll, das heißt: von einer nur am Tag besetzen Notdienstbereitschaft in eine, die rund um die Uhr besetzt ist. Das hätten aber die Platzverhältnisse in Buchenau nicht erlaubt. Zum Beispiel sei weder die Möglichkeit vorhanden, Ruheräume zu schaffen, noch könne eine Hygiene-Schleuse eingerichtet werden.

„Deshalb wurden neue Standorte untersucht, die diese weißen Flecken besser abdecken und auch weniger Überschneidungen der Einzugsgebiete der Rettungswachen bieten“, erläuterte Schäfer. Schließlich fiel die Wahl auf Caldern. Dort, in Reichweite zur B 62, könne ebenerdig gebaut werden und auch die dem Standard entsprechenden Räume könnten entstehen. Die Verlegung der Wache biete aber auch für die Bürger Dautphetals Vorteile: Weil die Rettungswache dauerhaft besetzt sein wird, ergebe sich eine bessere Versorgung für die einzelnen Orte.

Der Baubeginn soll noch in diesem Jahr erfolgen, eröffnet werden soll die neue Wache im Frühjahr 2014. Vorgesehen ist eine Bauzeit von drei Monaten, die Schäfer allerdings eher skeptisch beurteilt.

Der Neubau bedeutet allerdings nicht das endgültige Aus für den Standort Buchenau. Der Mietvertrag für das Gebäude läuft noch acht Jahre. In dieser Zeit wird die Halle als Unterstellmöglichkeit für Fahrzeuge genutzt, erklärte Schäfer.

von Gianfranco Fain

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