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Rekordkulisse auf der Bleiche

Pflanzenmarkt Rekordkulisse auf der Bleiche

Tausende Besucher strömten am Sonntag auf die Bleiche zum Pflanzenmarkt, der mit einem breitgefächerten Angebot Menschen aus dem Landkreis, dem Dillkreis und Wittgenstein anzog.

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Von 10 bis 18 Uhr herrschte auf dem Biedenkopfer Garten- und Pflanzenmarkt in Biedenkopf Hochbetrieb.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Biedenkopf. Eigentlich öffnet der Pflanzenmarkt am Lahnufer erst um zehn Uhr. Doch schon um kurz nach acht Uhr streiften am Sonntag Frühaufsteher zwischen den Ständen und der breitgefächerten Produktpalette umher, auf der Suche nach praktischen und nützlichen Schnäppchen für den heimischen Garten. Angeboten wurde anscheinend alles, was Hobbygärtner-Herzen schneller schlagen lässt: von Saatgut und Seifen über handgeschmiedete Rank-Hilfen, kunstvoll angerostete Dekorationsartikel und Fotografien bis zu frischem Gemüse und Zierpflanzen. An einer Lahnbrücke wechselten Hühner und Gänse die Besitzer, an der anderen Rasentraktoren und Kettensägen. Insgesamt hatten 108 Aussteller ihre Verkaufstische aufgestellt - mehr als jemals zuvor.

Und während im vergangenen Jahr vormittags starker Regen die Stimmung trübte, begleitete den Pflanzenmarkt diesmal traumhaftes Frühlingswetter, das tausende Besucher in die Lahnstadt lockte. Zwischen den Themenständen versorgten lokale Vereine die Gäste mit Speisen und Getränken, boten eine Vorlese-Ecke oder Kinderschminken für die kleinsten Besucher und außerdem warben die Naturschutzverbände und das Schulbiologiezentrum des Landkreises mit interessanten Aktionen und Informationen für ihre Arbeit. Initiatorin der Großveranstaltung ist Inge Behrens. 1999 hatte sie die Pflanzenmärkte im Frühling und Herbst - damals mit 18 Ausstellern - ins Leben gerufen. Bald wurde der Pflanzenmarkt im Herbst aufgegeben und der im Frühling zu einem Besuchermagneten. Die Idee dazu hatte Inge Behrens, als sie einst in einer Gartenzeitschrift von ähnlichen Veranstaltungen las, für die deren Betreiber ein hohes Eintrittsgeld verlangten.

"Markt fütr alle Leute"

Die Hobbygärtnerin schuf deshalb einen „Markt für alle Leute“ - ohne Eintritt und mit Produkten zu fairen Preisen. Mit dem Verlauf des Marktes am Sonntag war Inge Behrens hochzufrieden. „Besser kann es nicht laufen“, stellte sie fest.Und das obwohl einige Pflanzenzüchter ihre Teilnahme absagen mussten, weil der lange Winter in den Gärten seine Spuren hinterlassen hat.

Kurzfristig hatte die Initiatorin die freien Plätze aber mit regionalen Gärtnern und Ausstellern aufgefüllt. Der Markt ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, hat nun aber seine Aussteller-Grenze erreicht: „Voller wird´s nicht“, betonte Behrens, die einen Geheimtipp für die Besucher hatte: Inmitten des Marktes hatten mit Daniela Rutica und Jennifer Peppler zwei Ägyptologinnen einen Stand aufgebaut.

„Unsere Idee war ganze Blumentöpfe ägyptisch zu bemalen“, erklärte Daniela Rutica mit einem Augenzwinkern, nachdem beide Frauen in der Vergangenheit meist Scherben künstlerisch aufgewertet hatten.Die Wissenschaftlerinnen verzierten auch kleine Amphoren und Bruchstücke mit den Namens-Hieroglyphen ihrer Kunden und gestalteten am Nebentisch mit interessierten Kindern bunte Gipsfiguren mit Farben und Pinsel. Und so fand auch die berühmte Totenmaske von Tutanchamun ihren Weg an die Lahn zwischen Schnittlauch und Palmen.

von Benedikt Bernshausen

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