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Regen zwingt Maibaum in die Knie

Feiern im Hinterland Regen zwingt Maibaum in die Knie

Der Start in den Wonnemonat ist diesem Jahr ziemlich feucht ausge­fallen. Vor allem die Veranstaltungen am Vorabend des 1. Mai litten teilweise unter Dauerregen.

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Zuerst schleppen die Jugendlichen den Baum heran, um ihn dann in Position zu wuchten.

Quelle: Sascha Valentin

Hinterland. In Niederhörlen etwa musste der Jugendclub „Backes“ vor dem Wetter kapitulieren und sein geplantes Maibaumstellen kurzfristig absagen. Gefeiert wurde auf dem Festplatz am Ortseingang zwar trotzdem, das Baumstellen verschoben die Jugendlichen aber auf den nächsten Morgen. Schließlich wird der Maibaum nach alter Tradition per Hand aufgerichtet und bei dem Regenwetter wäre die Gefahr zu groß gewesen, dass der Stamm zu rutschig ist und etwas passiert.

Nicht viel besser erging es den Sängerinnen des Frauenchors Tonart in Gladenbach. Nach der Premiere im vergangenen Jahr hatten sie erneut zum Maieinsingen auf dem Marktplatz eingeladen. Aufgrund des schlechten Wetters blieb die Besucherzahl dabei zunächst überschaubar. Das sei bedauerlich, aber nicht zu ändern, stellte Ulrike Etzelmüller fest, die sich zusammen mit ihren Sangesschwestern dennoch darum bemühte, gute Laune zu verbreiten und zu den Oldies der Band „Maggies Farm“ tanzte. Als der Regen später nachließ, wurden schließlich doch noch einige Mailieder angestimmt. Unterstützt wurden die Besucher dabei vom Gesangverein aus Mornshausen sowie dem Männergesangverein und dem Spielmannszug aus Gladenbach. Egal wie das Wetter auch war, das Maieinsingen soll es auch im kommenden Jahr auf jeden Fall wieder geben, betonte Etzelmüller schließlich.

Maifeuer trotzt dem Regen

Einen alten Brauch griffen auch die Dautpher auf. Sie entzündeten auch trotz Regens an der Schutzhütte ein Maifeuer, dessen Schein weithin sichtbar auf der Anhöhe flackerte. Versöhnlich stimmte dann der Feiertag selbst. Zwar war auch da nicht unbedingt T-Shirt-Wetter angesagt, doch lugte die Sonne hin und wieder hinter der dichten Wolkendecke hervor und bescherte den Maiwanderern einen angenehmen Tag.

Zu denen gehörte auch die rund 50-köpfige Truppe an Grenzgängern, die die Feuerwehr Frechenhausen zusammengetrommelt hatte. Schon um 9 Uhr am Morgen machte die sich auf, gemeinsam die Gemarkungsgrenze abzulaufen und nach einem Zwischenstopp an der Schutzhütte ins Dorfgemeinschaftshaus einzukehren, wo gemeinsam der Mai begrüßt wurde.

Zu den beliebtesten Ausflugszielen zählte einmal mehr der Rimbergturm. Er wurde von einigen hundert Wanderern aus den umliegenden Gemeinden angelaufen, die die Aussicht von der Spitze des 24 Meter hohen Turmes genossen und sich an dessen Fuße von dem Förderverein bewirten ließen.

Maibrauch erreicht Breidenbach

Weniger erfreut als die Wanderer zeigten sich am Morgen des Maifeiertags viele Bürger in Niederdieten. Dort hatten in der Nacht Unbekannte zugeschlagen und von etlichen Grundstücken Gegenstände wie Leitern, Stühle, Tische und sogar ein ganzes Trampolin mitgenommen, um diese am Dorfgemeinschaftshaus abzustellen.

Dabei handelt es sich um einen alten Brauch in der Walpurgisnacht, der in der Vergangenheit vor allem in den Dautphetaler Ortsteilen gepflegt wurde. In Breidenbach war er bisher eher unbekannt. Auf jeden Fall seien die Verantwortlichen dabei über das Ziel ­hinausgeschossen, sagte Niederdietens Ortsvorsteher Werner Karl. Teilweise seien die Gegenstände beschädigt worden und gerade ältere Menschen hätten keine Möglichkeit, sich die entwendeten Gegenstände wieder zurückzuholen. Für ihn hätten die Verantwortlichen damit den Tatbestand ­einer Straftat erfüllt.

von Sascha Valentin

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