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Querfeldein geht es über die "Hardt"

Grenzgang Querfeldein geht es über die "Hardt"

Vor zwei Jahren begonnen, nun vollendet: Die Begehung der Damshäuser Gemarkungsgrenze. Mehrere Dutzend Dorfbewohner und Gäste wanderten am Sonntag auf dem zweiten Abschnitt von Stein zu Stein.

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Jung und Alt waren auf der Strecke unterwegs, die auch über Lichtungen führte.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Damshausen. Sonntagvormittag in der Ortsmitte: Unweit des Feuerwehrhauses steigen die Wanderer einer nach dem anderen in den bereitstehenden Reisebus ein. Schnell sind die Sitzplätze belegt, auch der Mittelgang füllt sich. Bald sind mehr als 60 Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder an Bord. Einer sagt: „Ich hätte nicht gedacht, dass so viele - vor allem junge Leute - mitkommen!“

Der Bus bringt die Gruppe zunächst auf die Friedensdorfer Höhe. Dort begann vor zwei Jahren auch der erste Teil der Grenzbegehung, vorbei an Allendorf, Elmshausen, über den Rimberg und entlang der Grenze zu Kernbach und Caldern zurück in das Dorf. Diesmal geht es in die andere Richtung, entlang der Gemarkung zu Friedensdorf, Herzhausen, Diedenshausen und Weitershausen.

Nach wenigen Metern verlassen die Wanderer befestigte Wege, biegen in das Unterholz des Waldes ein und ziehen - im wahrsten Sinne des Wortes - von Stein zu Stein. Mal bergab, mal bergauf, über das vertrocknete Laub vergangener Jahre und Felder aus weichem Moos, über Bäche und durch schlammige Suhlen.

Zur Herausforderung wird etwa auf halber Strecke der schweißtreibende Aufstieg zum „Zischet“. Eine junge Frau macht halt, blickt dem Gipfel entgegen. „Der Weg ist ein bisschen …“, sagt sie und verliert den entscheidenden Rest des Satzes in einem ebenso vielsagenden Schluchzer.

Geführt werden die Grenzwanderer von Volker Theis. Seit rund 30 Jahren ist Theis als Jagdaufseher in den Damshäuser Wäldern tätig, kennt den Verlauf der Grenze sehr genau. Und dieser rund zehn Kilometer lange Teil der Gemarkungslinie sei von den beiden Hälften die anspruchsvollere, sagt er. Deshalb trennt sich die Gruppe vor dem letzten Anstieg für kurze Zeit: Während einige Teilnehmer einen entspannten Bogen durch das Damsbachtal um den Berg laufen, kämpfen sich die anderen querfeldein über die „Hardt“. Und nach einer ausgiebigen gemeinsamen Rast „am Loh“ kehren die Teilnehmer schließlich ins Dorf zurück - und lassen den herrlichen Wandertag bei Kaffee und Kuchen allmählich ausklingen.

von Benedikt Bernshausen

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