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Publikum brüllt Nadine zur Queen

Kirschenkönigin 2013 Publikum brüllt Nadine zur Queen

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen zwei Kandidatinnen erlebten die rund 1500 Fans Gäste im Festzelt des Gladenbacher Kirschenmarktes. Am Ende setzte sich Nadine Koch knapp gegen Kim Haarmann durch.

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Vorgängerin Julia I. setzt ihrer Nachfolgerin im Amt der Gladenbacher Kirschenkönigin die Krone auf. Fotos: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Gladenbach. Überraschendes bot die traditionelle Wahl der Kirschenkönigin am Freitagabend: Neuer Moderator, neue Zusatzpreise, neuer „Big-Band-Sound“ durch den Musikverein und eine Kandidatin, die etwas aus dem bisherigen Rahmen fiel. Anika Budde scheute sich nicht, gegen die, wie sie sagte, „immer schönen Mädchen“ anzutreten.

Getreu ihrem Motto „jeder hat die Chance, Kirschenkönigin zu werden“ schritt sie als erste in ihren hochhackigen roten Schuhen über den Laufsteg. Die angehende Floristin trug ein kurzes schwarzes Kleid mit weißem Oberteil und zwei rote Rosen in ihrem dunklen Haar.

Doch am Ende ihres „Catwalks“ zeigte sich, dass die Tradition sich ob der Regeln nicht brechen lässt. Bescheidene 84 Phon zeigte der Lautstärkemesser im Festzelt an. Kaum besser erging es der zweiten Kandidatin. Lena-Maria Fraß trat im langen blauen Kleid an, die Auszubildende zur Hotelfachfrau musste sich aber mit 86 Phon begnügen.

Dann zeigte sich, was unabdingbar ist, wenn eine Kandidatin Kirschenkönigin werden will: eine großer, lautstarker Anhang. 96 Phon brachte der Fanclub von Nadine Koch zustande, was die Weidenhäuserin im langen, magentafarbenen Kleid auf den ersten Rang katapultierte.

Doch wie sich zeigen sollte, verfügten die Anhänger von Kim Haarmann nicht nur über die Plakat-Hoheit, sie sorgten auch dafür, dass die Schülerin im rosaroten kurzen Kleid mit 94 Phon den Anschluss hielt.

Das war auch gut so, denn die Prinzen erwiesen sich am Glücksrad ohne Fortune. Nur einen Punkt holten die Auserwählten von Nadine und Kim, wenigstens jeweils 2 die anderen beiden, die damit jedoch das vorzeitige Aus ihrer Favoritinnen besiegelten.

So lief alles auf einen Zweikampf zwischen Nadine Koch und Kim Haarmann hinaus. Deren Fan-Gruppen bewiesen Stehvermögen und brachten beim zweiten Durchgang exakt dieselben Phon-Werte wie beim ersten zustande. Mit 193 Gesamtpunkten stand die neue Kirschenkönigin um 20.49 Uhr fest - eine rekordverdächtige Zeit.

Das lag wohl auch daran, dass Lutz Riemenschneider bei seinem ersten Versuch die Moderation der Veranstaltung souverän über die Bühne brachte. Er verloste zwischenzeitlich auch einen Zusatzpreis, Freikarten für den Europapark Rust. Über diesen „Trostpreis“ freuen sich Kim Haarmann und ihr Prinz Jonas Barth.

Und auch für die neue Kirschenkönigin, Nadine III., sowie ihren Prinzen Silas Barth gab es eine Überraschung: Nach einem gefühlten halben Jahrhundert tragen die Gladenbacher Repräsentanten - passend zu den klimatischen Bedingungen im Festzelt - neue, leichtere Umhänge. Dass sich hinsichtlich der Aufgaben wenig für die Kirschenkönigin ändern wird, deutete der Musikverein an, als er zum Abschluss den Beatles-Klassiker „Eight Days a Week“ spielte.

von Gianfranco Fain

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