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Prunkstücke aus der Kaffeekultur

Ausstellung Prunkstücke aus der Kaffeekultur

„Dufte Bohne“ lautet der Titel einer Ausstellung, die der Gladenbacher Heimat- und Museumsverein Amt Blankenstein in seinen Vitrinen im Haus des Gastes eingerichtet hat.

Gladenbach. Als 2004 der Heimat- und Museumsverein sein Buch „Archivbilder Gladenbach“ vorstellte, schlug ErnstLudwig Reinhardt vor, man könnte doch mal eine Ausstellung mit alten Kaffeekannen arrangieren.

Sie sei damals gleich begeistert gewesen berichtet die Vorsitzende Marion Lange bei der Vorstellung der Ausstellung, die nun erst realisiert werden konnte.

Und sie bedauert, dass der Gladenbacher Sammler inzwischen verstorben ist und dies leider nicht miterleben kann. Seine Witwe Gertraud hat etwa die Hälfte der insgesamt 55 Kannen aus ihrem Fundus für die Ausstellung zur Verfügung gestellt.

Die älteste stammt aus dem Jahr 1890. Ihr Mann habe in den 1970er-Jahren begonnen, sich für Kaffeekannen zu interessieren und sei lange seiner Sammelleidenschaft nachgegangen, berichtet sie und fügt schmunzelnd hinzu, dass er bei seiner Suche kaum einen Flohmarkt ausgelassen habe.

Irgendwann habe sie ihm - schon wegen des Platzmangels - gesagt, dass nun aber mal Schluss sein müsse. „Nur die eine noch“, habe ihr Mann dann gesagt. Denn genau die fehlte ihm noch in seiner Sammlung.

Neben den Leihgaben aus dem Hause Reinhardt haben auch noch andere Gladenbacher zur Bereicherung der Ausstellung beigetragen - wie die Vorsitzende selbst und auch Barbara Runzheimer, etwa mit einer russischen Kaffeekanne, die zu einem kompletten Service gehört, dass sie einst als Geschenk erhielt und einem Exemplar aus dem Jahr 1938, dass ihre Großeltern - auch als Teil eines Services - zur Silberhochzeit geschenkt bekamen.

Hingucker sind auch eine Kanne, die den Namen der einstmals Beschenkten „Mina Koch“ trägt und ein kleines, aber feines Zweiergedeck.

Zu sehen sind in den Vitrinen darüber hinaus Kaffeemühlen. Zur liebevoll arrangierten Dekoration dienten unter anderem Kaffeebohnen und Kuchendeckchen.

Kannen, deren Herkunft und Alter bekannt ist, sind beschrieben. Die Ausstellungsbesucher werden auch allgemein über die Geschichte von Kaffeekannen informiert. Marion Lange ist derzeit noch damit beschäftigt, anhand der Stempel auf den Kannen kleine Geschichten über die jeweiligen Porzellan-Manufakturen zusammenzutragen.

Die Ausstellung ist bis Herbst während der Öffnungszeiten des Haus des Gastes zu sehen: montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr, freitags von 9 bis 12 Uhr - außer an Feiertagen - und während öffentlicher Veranstaltungen.

von Hartmut Berge

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