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Prunkstück ist jetzt in Betrieb

Bürgerhauseinweihung Prunkstück ist jetzt in Betrieb

Nach vierzehn Monaten Bauzeit wurde das Bürgerhaus in Engelbach wieder seiner Bestimmung übergeben.

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Der Gemischte Chor Engelbach sang zum Abschluss der Feierstunde.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Engelbach. Voll war der große Saal zur Feierstunde am Freitag mit Besuchern und vielen Ehrengästen sowie den stolzen Einwohnern des Dorfes. Die hatten sich beispielhaft bei dem Umbau ihres Bürgerhauses eingebracht und damit Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig beeindruckt: „Viele haben in ihrer Freizeit mitgeholfen. Das zeigt mir, dass dieses Bürgerhaus seinen Namen verdient.“ Er und der Erste Kreisbeigeordnete Karsten McGovern hoffen, dass das neue, alte Haus „zu einem lebendigen Zentrum“ wird.

1962 wurde das Dorfgemeinschaftshaus der damals eigenständigen Gemeinde als zweiflügliges Gebäude errichtet und eine Gemeinschaftsgefrieranlage installiert. Seitdem wurden aber keine grundlegenden Modernisierungen vorgenommen. „Es war deshalb nicht mehr zeitgemäß“, erinnerte Ortsvorsteher Eckhard Müller.

Erfolgreich bemühte sich Biedenkopf 2003 beim Land Hessen um Geld für die Dorferneuerung. Auf dem städtischen Konzeptpapier standen auch Engelbach und die Sanierung des Bürgerhauses, der die Einwohner Priorität einräumten. Ende 2011 begannen die Arbeiten: Im ersten Bauabschnitt wurde der rechte Flügel mit großem Saal, Küche und Verbindungsgang von Stadt und Land energetisch saniert und ausgebaut. Darin finden anstelle von bisher 100 nun bis zu 190 Personen bei Reihenbestuhlung Platz. Im zweiten Abschnitt erfolgte die energetische Sanierung des linken Flügels mit dem Büro des Ortsvorstehers, dem Schulungsraum der Feuerwehr und dem Gefrierhaus ausschließlich zu Lasten der Stadt.

In diesem Jahr sollen die Arbeiten am Außengelände abgeschlossen und das dann barrierefreie Prunkstück der Dorferneuerung fertiggestellt werden. Insgesamt investierten Stadt und Land rund 700000 Euro in die Anlage - weitere 35000 Euro spendete die Jagdgenossenschaft Engelbach.

Über mehrere Jahre hatte sie den Betrag angespart und damit den Einbau einer modernen Großküche und einem ansprechenden Thekenbereich ermöglicht sowie bei allen Arbeitseinsätzen Speisen und Getränke gestellt. „Das ist bemerkenswert. Dafür ein ausdrückliches Dankeschön“, betonte Joachim Thiemig.

Ortsvorsteher Müller schaute mit leuchtenden Augen durch das Gebäude. Er dankte der Bevölkerung für deren „großartiges Engagement“. An der Seite von Architekt Walter Dörr und den professionellen Baufirmen, hatten die Engelbacher mehr als 1000 ehrenamtliche Stunden in die Sanierung gesteckt. Der Ortsvorsteher schwärmte: „Es ist ein Bürgerhaus entstanden, auf das wir stolz sein können!“

Mitgestaltet wurde die Feierstunde vom Männergesangverein Engelbach und dem Gemischten Chor „Aarnestklang 2004“, der zum Abschluss Udo Jürgens‘ „Ich war noch niemals in New York“ und damit einige Zeilen mit Symbolcharakter, vom „Aufbruch“ und dem „voll von Träumen sein, sich aus der Enge hier befreien“, sang.

Genau das haben die Engelbacher geschafft: Gemeinsam, mit einem modernen und größeren Bürgerhaus für ein lebendiges Dorf mit Zukunft.von Benedikt Bernshausen

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