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Projekt "mitWirkung" kommt ins Rollen

Jugend-Beteiligung Projekt "mitWirkung" kommt ins Rollen

Angelburg, Dautphetal und Steffenberg wollen etwas für die Jugendlichen in ihren Gemeinden bewirken. Das Projekt "mitWirkung" gibt ihnen dazu die Möglichkeit.

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Junge Menschen wollen nicht nur abhängen. Sportliche Aktivitäten auch außerhalb von Vereinen sind Interessen, die mit dem Projekt „mitWirkung“ in drei Hinterlandgemeinden verwirklicht werden könnten. Einen Zwischenstand gaben am Freitag bekannt (von links): Lars Kolbe, Erster Beigeordneter in Dautphetal, Stephan Landmann von der Jugendförderung des Kreises, Simona Lison und Patrick Schmidt (bsj), Landrätin Kirsten Fründt sowie die Bürgermeister Thomas Beck (Angelburg) und Gernot Wege (Steffenber

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand

Marburg. Gefördert durch das Hessische Sozialministerium und den Landkreis Marburg-Biedenkopf startete in drei Hinterland-Gemeinden im April das Projekt „mitWirkung“. Ziel ist es die ländlichen Regionen für Jugendliche auf Basis der Mitgestaltung des eigenen Umfelds attraktiver zu gestalten.

Dazu entwickelte der Fachbereich Familie, Jugend und Soziales des Kreises mit dem Marburger „Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit“ (bsj) ein Konzept für die nächsten drei Jahre.

Die Projektleiterin des bsj Simona Lison ist von dem Vorhaben begeistert und erklärt: „Unser langfristiges Ziel ist es die Jugendbeteiligung in den Gemeinden auszubauen und zu stabilisieren.“ Zuvor sprach sie mit den Bürgermeistern der Gemeinden Angelburg, Dautphetal und Steffenberg. Sie fand in ihnen starke Unterstützer, die ihre Zusammenarbeit an diesem Projekt zusagten.

Auch Landrätin Kirsten Fründt ist von dem Beteiligungsprojekt sehr angetan und freut sich, dass neben den Trägern der öffentlichen und freien Jugendhilfe auch Akteure des gesellschaftlichen Handelns wie zum Beispiel Handwerker mitwirken.

In den drei Gemeinden schließen sich Jugendliche unter Leitung des bsj-Schulsozialarbeiters Patrick Schmidt zusammen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln und dann umzusetzen. Den Anfang bildeten Treffen in den Gemeinden, um sich mit den Jugendlichen über Gestaltungswünsche und Beteiligungsmöglichkeiten zu unterhalten. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen nach bestehenden Strukturen, aber auch Wünsche und die Wahrnehmung der eigenen Interessen. So wünschen sich die Jugendliche weitere Sportangebote, die sie auch in Eigenregie weiterentwickeln würden.

Momentan werde gemeinsam an einer Sozialraumanalyse gearbeitet. Als erstes Ergebnis seiner Arbeit stellte Schmidt eine hohe Motivation der Jugendlichen fest. „Die Jugendlichen haben viel Energie und Wünsche, und sie sind bereit sich in diesem Projekt zu engagieren“, so der bsj-Mann. Durch seine bisherige Tätigkeit als Ansprechpartner der Jugendlichen in der Region baute er schnell Kontakte auf und etablierte ein wachsendes Netzwerk, um neben jugendlichen Schülern auch junge Erwachsene zu erreichen.

In Zukunft will man auch über soziale Netzwerke und öffentliche Aushänge auf die Treffen aufmerksam machen. Interessierte können sich aber auch direkt unter schmidt@bsj-marburg.de mit den Verantwortlichen in Verbindung setzen. Die entwickelten Ideen, Anregungen und Wünsche werden mit Bürgermeistern und Gemeindevertretern diskutiert und es wird nach Möglichkeiten gesucht, um Ideen umzusetzen. Dass es dabei Grenzen des Möglichen gibt und auch Entscheidungen getragen werden müssen, hinter denen man nicht hundertprozentig steht, ist ebenfalls ein wichtiger Entwicklungsschritt, den die Jugendlichen dabei machen werden.

von Felix Busjaeger

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