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Projekt Gemeindehaus ist endgültig vom Tisch

Kein Neubau Projekt Gemeindehaus ist endgültig vom Tisch

Die evangelische Kirchengemeinde will kein finanzielles Risiko eingehen, verzichtet auf einen Gemeindehausneubau und konzentriert sich auf den Erhalt und Ausbau bestehender Strukturen.

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Bei der künftigen Gemeindearbeit spielt das Haus am Blankenstein eine noch bedeutendere Rolle als bisher.Privatfoto

Gladenbach. Der Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde Gladenbach habe in seiner Sitzung am Dienstag noch einmal intensiv über den geplanten Ersatzneubau eines Gemeindehauses im Kirchgarten beraten und beschlossen, von dem Plan Abstand zu nehmen, berichtet Pfarrer Klaus Neumeister. In der Sitzung sei einerseits das geistliche Anliegen genannt worden, die Gottesdienste und die Gemeindearbeit, besonders auch die Kinder- und Jugendarbeit, zu fördern und zu beleben, berichtet er und macht deutlich, dass ein Gemeindehaus neben der Martinskirche dazu vielfältige Möglichkeiten geboten hätte.

Andererseits sei in der Sitzung auch über die Finanzierung des Gebäudes diskutiert worden.

Die Ausschreibung im Februar dieses Jahres habe ergeben, dass mit erheblichen Mehrkosten bei der Bauausführung zu rechnen sei, erinnerte Neumeister.

Mehrere Arbeitskreise hätten zwischenzeitlich geprüft, wie die aufzubringenden Eigenmittel finanziert oder reduziert werden könnten.

So kümmerte sich ein Kreis um das Einwerben von Spenden und das Gewinnen von Unterstützern.

Ein anderer Kreis habe überlegt, wo am Bau selbst durch alternative Ausführung oder Eigenleistung gespart werden könnte, berichtet der Pfarrer Außerdem habe man das Angebot und die Kalkulation einer Fertighausfirma geprüft.

Nach langer und sorgfältiger Beratung habe der Vorstand beschlossen, das Gemeindehaus im Kirchgarten nicht zu bauen, so Neumeister. Dieses Ergebnis wolle der Kirchenvorstand nun den Mitgliedern und Freunden der Kirchengemeinde vorstellen und erläutern, kündigt er an. Das soll in einer Gemeindeversammlung geschehen, zu der für Freitag, 11. Oktober, eingeladen wird. Sie findet von 19 bis 20.30 Uhr im Gemeindehaus Blankenstein in der Dr.-Berthold-Leinweber-Straße 3, statt. An dem Abend soll es vor allem um die „Perspektiven der Gemeindearbeit“ gehen, die der Kirchenvorstand nach seinem Beschluss entwickelt habe, sagt Klaus Neumeister. Sie sollen vorgestellt und diskutiert werden. Er macht deutlich, dass in diesen Überlegungen das bestehende Gemeindehaus Blankenstein oberhalb der Europaschule eine besondere Rolle spielt.

„Alle Gemeindeglieder sind eingeladen, die Gelegenheit zu nutzen, Informationen aus der Kirchengemeinde zu erhalten, Fragen an die von ihnen gewählten Verantwortlichen zu richten und Wünsche zu äußern“, betont er. Zur Vorgeschichte: Das frühere evangelische Gemeindehaus in der Gladenbacher Bahnhofstraße 12 war sanierungsbedürftig. Die Kirchenverwaltung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau lehnte eine weitere finanzielle Unterstützung für das Gebäude ab und forderte die Gladenbacher Kirchengemeinde auf, die Immobilie zu verkaufen. Aber aus Darmstadt gab es dann auch positive Signale: Auf dem Gelände der Martinskirche könnte ein kleiner Ersatzneubau entstehen. Die evangelische Kirchengemeinde Gladenbach verfügt über das Gemeindehaus am Blankenstein, dass aber wegen seiner Rand- und Höhenlage zu Fuß nicht leicht erreichbar ist und zudem von der Jugend nicht im erhofften Maß angenommen wurde.

von Hartmut Berge

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