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Problem ist in Köpfen nicht angekommen

Sucht und Gewalt Problem ist in Köpfen nicht angekommen

Der „Arbeitskreis gegen Sucht und Gewalt“ der Stadt Gladenbach veranstaltete am Donnerstag, im Haus des Gastes bereits zum sechsten Mal einen Suchthilfetag.

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Die Theatergruppe der Fachklinik Reddighausen spielt die »Geschichte einer möglichen Suchtkarriere«. Foto: Jonas Becker

von Jonas Becker

Gladenbach. Gegenüber dem Haus des Gastes mahnt seit ein paar Tagen auf einer Garagenwand ein kunstvolles Grafitto: „Stay Clear“ – auf deutsch: bleib sauber – steht dort in großen Buchstaben für jedermann deutlich lesbar.Zusammen mit den jungen Künstlern und begleitet von interessierten Mitmenschen nahm Bürgermeister Klaus-Dieter Knieriem während des Suchthilfetages das Werk des Gladenbacher Integrationsprojekts in Augenschein, in der Hoffnung, dass es nicht nur bei der mahnenden Botschaft bleibt.„Die Resonanz ist sehr dünn“, stellte Thomas Graf von der Fachstelle für Suchtprävention Marburg-Biedenkopf, der Evangelischen Kirche, während seiner Präsentation fest.Sein Vortrag, mit dem Titel „Saufen bis der Arzt kommt – Von der Flatrate-Party in die Komawindel“, zum Thema Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen, beinhaltete wichtige Hinweise zum gesetzlichen Jugendschutz bei öffentlichen Vereinsveranstaltungen. Damit richtete er sich vor allem an Vereinsvorstände, die Jugendarbeit betreiben sowie Veranstalter von Festen.Graf, der bei seinen Vorträgen auch in anderen Gemeinden geringes Interesse beobachtete, lieferte eine Erklärung für die geringe Beteiligung: „Das Problem ist in den Köpfen der Menschen noch nicht angekommen“, so der Experte. Als Beispiel nannte er unter anderem den Vorfall in einer Nachbargemeinde, wo 13-Jährige während einer Vereinsveranstaltung unbehelligten Zugang zu harten Spirituosen hatten.

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