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Pflegezentrum zieht das große Los

Arbeiterwohlfahrt Pflegezentrum zieht das große Los

Mit dem Zuschuss in Höhe von rund einem Drittel der Gesamtkosten gestaltet die Arbeiterwohlfahrt eine Abteilung ihres Heimes in Gladenbach für spezielle Patienten wohnlicher und sicherer.

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Die Fernsehlotterie gewährt der Awo in Gladenbach 77 500 Euro Zuschuss für den Umbau einer Fachabteilung.

Quelle: Sven Hoppe / dpa

Gladenbach. Die Freude bei den Verantwortlichen des Pflegeheims der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Gladenbach dürfte riesengroße gewesen sein, als die Nachricht eintraf, dass man praktisch das große Los gezogen hat. Die Deutsche Fernsehlotterie stimmte einem Antrag der Awo zu, wodurch der sozialen Einrichtung eine Förderung in Höhe von 77.500 Euro zukommt. Damit gehört das Gladenbacher Haus zu einem von sieben gemeinnützigen Projekten in Hessen, die zusammen mit rund 1,15 Millionen Euro gefördert werden.

Verteilt wird das Geld aus dem Losverkauf zur Deutschen Fernsehlotterie über die Stiftung Deutsches Hilfswerk. In Gladenbach soll es für den Umbau und die Ausstattung der Pflegefachabteilung für die an Chorea Huntington erkrankten Bewohner des Pflegezentrums verwendet werden, heißt es in der Pressemitteilung.

Rund ein Drittel der Gesamtkosten in Höhe von etwa 220.000 Euro erhalte die Awo somit als Förderbetrag, freut sich Geschäftsführer Michael Schmidt. Derzeit laufen die detaillierten Planungen an, demnächst soll die Ausschreibung erfolgen, sodass nach Schmidts Einschätzung „im vierten Quartal dieses Jahres“ mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Zur Mitte des nächsten Jahres könnten dann die Bewohner in ihre neugestalteten Räume einziehen, ist Schmidt zuversichtlich.

Anti-Rutsch-Böden und gepolsterte Wände

Diese sollen schöner, zweckdienlicher und auch sicherer für die besonderen Patienten gestaltet werden, die aufgrund ihrer Erkrankung ruckartige und auch unkontrollierte Bewegungen ausführen. So wird der Wohnbereich umgebaut und neu ausgestattet, mit Möbeln, an denen sich die Heimbewohner nicht mehr so leicht verletzen können wie bisher, zum Beispiel, weil sie mit abgerundeten Kanten versehen sind.

Auch die Fußböden werden sicherer für die Nutzer. Sie werden mit rutschhemmendem Kautschuk überzogen, der weicher ist und federt und so Sturzfolgen mindern kann. Auch die Wände werden mit einer Polsterung versehen. Das alles soll nicht den typischen Funktions-Charakter haben, sondern in der Anmutung eine hohe Wohnqualität mit dem Sicherheitsbedürfnis verbinden.

Zudem soll im vergrößerten Aufenthaltsbereich ein Durchbruch den direkten Zugang zum Park ermöglichen. Und nicht zuletzt wird auch ein sogenannter „Snoezel-Raum“ eingerichtet, in dem die Patienten mit Musik und Düften gegen ihre Stimmungsschwankungen von Depression bis Aggressivität therapiert werden.

von Gianfranco Fain

 
Stichwort: Chorea Huntington

Die Chorea major (Huntington) wurde früher als Veitstanz bezeichnet. Es handelt sich um eine unheilbare erbliche Erkrankung des Gehirns, welches zum Teil fortschreitend zerstört wird. Ein fehlerhaftes Eiweiß zerstört Zellen des Gehirns, die für Muskelsteuerung und grundlegende mentale Funktionen wichtig sind. Betroffene leiden an Störungen des Gefühlslebens, der Muskelsteuerung inklusive der Mimik und schließlich der Hirnfunktion insgesamt, mit Endstadium Demenz.

Quelle: Wikipedia

 
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