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Peter Kremer schüttelt viele Hände

Bürgermeisterwahl Peter Kremer schüttelt viele Hände

Gegen 19.25 Uhr am Sonntagabend applaudierten die ersten Gäste im Haus des Gastes zu Peter Kremers Wahlerfolg, um 19.28 Uhr nahm der Gladenbacher die ersten Glückwünsche entgegen.

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Peter Kremer durfte sich über viele Gratulanten freuen. 

Quelle: Tobias Hirsch

Gladenbach. Bis zu diesem Zeitpunkt lagen die Ergebnisse der Briefwahl zwar noch nicht vor, allerdings stand bereits glasklar fest, dass der parteilose Peter Kremer die Wahl für sich entschieden hat.

„Danke, danke“, waren sodann die Worte, die er im großen Saal im Haus des Gastes in den folgenden Minuten am häufigsten aussprach – auch zu Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, der den Wahlsieger beglückwünschte.

Stimmen aus der CDU-Hochburg

Für Kremer kam der Sieg völlig überraschend. „Eigentlich habe ich mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen gerechnet. Dass Christiane Beckers Ergebnis weit hinter den Erwartungen zurückblieb, verwunderte auch so manchen Beobachter. Als dickste Überraschung bezeichnete ein Gast das klare Ergebnis von Kremer Diedenshausen, ­bekanntermaßen CDU-Hochburg.

Gladenbach_Wahl

Auch für Christiane Becker kam ihre Wahlniederlage überraschend. Sie hatte fest mit einer Stichwahl gerechnet. Welche Gründe ursächlich für ihr schlechtes Abschneiden waren, vermochte sie am gestrigen Wahlabend noch nicht zu sagen. Sie war alles in allem „etwas enttäuscht“ und vermutet, dass ihr relativ kurzfristiger Einstieg in den Wahlkampf ein Grund für ihre Wahlniederlage gewesen sein könnte.

„Vielleicht ist Gladenbach auch noch nicht reif für eine Frau als Rathauschefin“, mutmaßte sie schmunzelnd. Am Montag gönnt sie sich erst einmal einen Tag Entspannung nach den Strapazen der vergangenen Wochen und ab Dienstag beginnt für sie wieder der Alltag.

Glückwünsche auch von Lydia Werner

Sie freue sich aber schon jetzt darüber, dass mit Peter Kremer frischer Wind in der Gladenbacher Politik einzieht, sagte Becker. Die Amtszeit von Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim endet am 30. September.

Das Stimmenverhältnisse hatte der amtierende Bürgermeister eigentlich auch „viel enger“ gesehen. In einer ersten Betrachtung vermutete er, dass der Frauenbonus offenbar nicht gezogen hat. Dass Peter Kremer die Nase vorn hatte, kommt seiner Meinung nach aber nicht von ungefähr. Er habe sich in den vergangenen Jahren sehr stark in den kommunalpolitischen Feldern engagiert, sagte Knierim.

Auch Lydia Werner zählte zu Kremers Gratulanten. Sie war alles andere als enttäuscht über den Wahlausgang. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Ergebnis, und ich freue mich für Peter Kremer“, sagte sie. Als kommunalpolitische Anfängerin habe sie bestärkt, dass ihr viele Wähler mit ihrer Stimme vertraut haben.

Auch Knierim sprach von einem respektablen Ergebnis für Werner, die ohne Vorkenntnisse ins Rennen um das Bürgermeisteramt gegangen ist.

von Silke Pfeifer-Sternke

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