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Perfekte Halbzeit mitneuem "Ersatzspieler"

Donnerstags in Gladenbach Perfekte Halbzeit mitneuem "Ersatzspieler"

Wer hätte das gedacht? Nach dem überaus gut besuchten zweiten Teil erlebte die Konzertreihe „Donnerstags in Gladenbach“ am dritten Konzerttag noch eine Steigerung der Besucherzahl.

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Gladenbach. Es passte mal wieder alles zusammen: Herrliches Hochsommerwetter, diesmal rund 1500 Besucher, erstklassige Musik. Auf dem Marktplatz war am Donnerstagabend kaum ein Durchkommen mehr möglich.

Und nicht nur das: Gladenbachs gesamtes Stadtzentrum verwandelte sich für vier Stunden in eine einzige Partyzone. So etwa hatten sich auch vor dem Eiscafé schon viele beizeiten ein schattiges Plätzchen gesichert, um das Geschehen auf der Bühne von dort aus zu verfolgen.

Organisator Norbert Becker, Inhaber des Hotels und Restaurants „Zum Treppche“, fehlten angesichts des enormen Besucherzuspruchs beinah die Worte: „Dazu gibt’s nicht mehr viel zu sagen“, schwärmte er beim Blick in die Menge. Gegenüber der Vorwoche sei noch eine leichte Steigerung der Besucherzahl zu verzeichnen.

Das musikalische Programm hielt erneut zahlreiche Höhepunkte bereit. Den Anfang machte die „Diego’s Bluesband“ aus dem Lahn-Dill-Kreis, die mit Bluesrock zu überzeugen wussten. Mal auf die flotte und fetzige, mal auf die einfühlsame Art, mal mit bekannten, mal mit weniger bekannten Songs. Die Rhythmen gingen schnell ins Blut über - kein Wunder, dass es nicht lange dauerte, bis Diego Herdia Roman (Schlagzeug), Rolf Pobel (Bass), Thomas Lang (Slide-Steel Gitarre, Bluesharp), Paul Kövago (Solo-Gitarre) und Peter Ganz (Frontmann) das immer größer werdende Publikum auf ihrer Seite hatten.

Nicht mitspielen konnte am Donnerstag Markus Drescher (Klavier/Hammondorgel).

Das Spektrum der Musiker reichte von Eric Clapton („I’m torn down”) über Big Joe Turner („Honey Hush”) bis Louis Jordan.

Bands haben engen Kontakt miteinander

Als zweite Band des Abends rockten die „Boptown Cats” aus Lahntal und Marburg den Marktplatz. Die Band musste diesmal auf ihren Sänger verzichten: Richy Maciossek fehlte krankheitsbedingt, doch seine Cousins hatten Ersatz gefunden: Niklas Döhler, der als Sänger von Gordon’s Dry Selection bereits in der vergangenen Woche in Gladenbach auf der Bühne stand, hatte den Part des Erkrankten kurzerhand übernommen.

Zwischen Gordon’s Dry Selection und den Boptown Cats bestehe ein guter Kontakt, sagte Döhler im Gespräch mit der OP. Dies liege auch an der zum Teil gemeinsamen Musikrichtung.

Niklas Döhler, Henry Bausch, Remo Michel und Henry Michel warteten mit einer wohl abgestimmten Auswahl an Blues- und Rocksongs auf. Schwungvoll brachten sie Chuck Berrys Rock’n‘-Roll-Hit “Roll over Beethoven” zu Gehör, den sie zum Ende hin immer mehr beschleunigten. Da war in den vorderen Reihen des Publikums kaum ein Halten mehr, Alt und Jung schwangen die Hüften oder tanzten zu zweit.

Ruhig gefühlvoll hingegen, und zudem mit der gebotenen Tiefe, spielten die Boptown Cats Bruce Springsteens Ballade „I am on Fire”. Und auch mit Johnny Cash-Hits wie „I get Rhythm” und „Try, try, try” begeisterte die Band das Publikum, das nach Zugaben verlangte. Die bekam es: Zum einen mit Chuck Berrys „Johnny be good”, zum andern mit „Good Golly Miss Molly”.

Während der Umbauphase heizten die Mitglieder das Fitness-Studios „Fit for Life” den Festbesuchern mächtig ein. „Body Combat” nannte sich ihr Programm, ein Ausdauerkurs mit Kampfsport-Elementen.

Ausdauer verlangte der Abend auch den Helfern des SC Gladenbach ab, die für alle Konzerttage die Bewirtung übernommen haben. Wieder waren die SC-Mitglieder pausenlos damit beschäftigt, den Gästen kühle Getränke, Bratwurst, Pommes und Schnitzelbrötchen zu servieren. Für zusätzliche Erfrischung sorgte diesmal auch eine Cocktailbar.

von Björn-Uwe Klein

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