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Parlament erteilt Freigabe für Busstop

Zentrale Busumsteige-Haltestelle Parlament erteilt Freigabe für Busstop

Beschlossen ist sie schon, doch wann und ob der Bau der zentralen Busumsteige-Haltestelle in Lohra beginnen wird, steht noch in den Sternen.

Lohra. Nach der unter den Gemeindevertretern umstrittenen Umfirmierung der Energie Marburg Biedenkopf in eine GmbH & Co. KG (die OP berichtete) war die „Erstellung einer Rendezvous-Haltestelle an der Gladenbacher Straße im Ortsteil Lohra der zweite Tagesordnungspunkt, um den es in der Gemeindevertretersitzung eine größere Diskussion gab.

Dabei blieben die Argumente und Fronten wie zuvor in den Ausschüssen verteilt. Während die meisten Parlamentarier und Fraktionen für die neue Haltestelle sind, brachte die CDU-Fraktion ihre Vorbehalte vor. Einerseits werde bitter darüber geklagt, dass die Gemeinde zu viel Anlagevermögen habe, andererseits soll in der Gladenbacher Straße eine Bushaltestelle für 415000 Euro entstehen, an der die Fahrgäste keinen Aufenthalt haben, sondern nur von einem Bus in einen anderen steigen, bemängelte Fraktionschef Werner Waßmuth.

Außerdem werde einer der vier Halteplätze, wenn dieser belegt ist, die Zufahrt eines Anliegers zu seinem Grundstück versperren. Dieser vierte Platz für die angeblichen zwei Minuten Halt pro Tag mache zudem die Haltestelle wesentlich teurer, ergänzte Waßmuth. An diesem Punkt schaltete sich Markus Hemberger erneut in die Diskussion ein und erinnerte daran, von einer Umsteige-Haltestelle zu sprechen, andere Begriffe würden die Funktion verschleiern.

Hans Werner Weimer (CDU) gab zudem zu bedenken, dass aus den 415000 sicherlich 450000 Euro würden und dass die „relativ hohe Förderzusage“ des Landes nicht vorliege. „Wenn wir die 70 Prozent nicht erhalten, können wir den Rest nicht stemmen“, sagte Weimer.

Zum Schluss sagte Bürgermeister Georg Gaul, dass der jetzige Halt in der Bahnhofstraße nicht der Idealzustand ist und dies „In der Pitz“ ebenso wäre. Dort könne man die Kinder nicht auf die Busse warten lassen, sagte Gaul. Deshalb sei die Alternativplanung verworfen worden. Zu dem Einwand „ein Bus, ein Platz für 2 Minuten“, sagte Gaul: „Wir brauchen den Platz sowieso.“ Auch die Hinweise mit dem betroffenen Anwohner konterte Gaul: „Wer hat sich um die Anwohner in der Biegenstraße gekümmert?“

Schließlich stimmte das Parlament mit 23 Ja-, bei 4 Neinstimmen und 4 Enthaltungen zu.

von Gianfranco Fain

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