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Parlament Dautphetal beschließt Änderungswünsche: Zurück zum Ur-Antrag

Teilregionalplan Energie Parlament Dautphetal beschließt Änderungswünsche: Zurück zum Ur-Antrag

Einstimmige Zustimmung der Gemeindevertreter zur Erweiterung der Vorrangflächen für Nutzung der Windenergie

Dautphe. Nach 15 Minuten war am Mittwochabend schon alles vorbei. Da hatte der Holzhäuser Teil der 11 Zuhörer - zumeist Standortgegner von Windkraftanlagen - unter Kopfschütteln schon lange das Bürgerhaus Dautphe verlassen, sodass sie im Gegensatz zu den Herzhäusern nicht die Erklärung des Parlamentschefs mitbekamen. Gerd Raach erläuterte, dass die Beschlussfassung für die Stellungnahme zum Regional-Teilplan Energie derart kurz geriet, weil die Gemeindevertreter „viele Dinge schon in Einzelbeschlüssen ausführlich diskutiert haben“. Am gestrigen Abend erfolgte nur eine Zusammenfassung, die Sondersitzung war aber notwendig, um Fristen einzuhalten.

So folgten die Gemeindevertreter einstimmig und ohne Diskussion den ebenso gefassten Empfehlungen des Haupt- und des Bauausschusses. Bei der Stellungnahme zum ausliegenden Entwurf des Regional-Teilplans Energie bedeutet dies hinsichtlich der Windvorrangflächen, dass die Gemeinde die von ihr vorgeschlagenen Gebiete „Kaltenberg“ und „Hohe Höll“ – bis auf das bei Buchenau – so wie eingereicht wieder aufgenommen haben möchte. (Die OP berichtete gestern aus den Ausschüssen.)

Zur Erneuerung des Antrags zur Aufnahme in die Dorferneuerung gab es dann doch Wortbeiträge von den Fraktionsvorsitzenden. Joachim Ciliox (SPD) erinnerte an das noch vorherrschende Unverständnis darüber, im vergangenen Jahr nicht zum Zuge gekommen zu sein. Er äußerte die Hoffnung, dass die Vorzüge Dautphetals in Bewerbungsunterlagen nach dem Überarbeiten „klar hervorgehoben“ seien und bat darum, dass den Fraktionen Einsicht geboten werde. Bürgermeister Bernd Schmidt sicherte dies zu, wie es im Übrigen auch im vergangenen Jahr geschehen sei.

Dr. Horst Falk (CDU) mahnte, dass es „auch andere tolle Gemeinden gibt“ und welche mit viel mehr Entwicklungspotenzial. Deshalb könne das Geld auch dahin fließen, „wo die Hausaufgaben nicht gemacht wurden“. Sollte Dautphetal nicht den Zuschlag erhalten, solle dies die Gemeinde nicht davon abhalten, die Ortsteile „zu entwickeln“. „Zur Not schaffen wir das auch alleine“, schloss Dr. Falk.

Michael Honndorf sicherte die Unterstützung der Freien Wähler zu, weil man Fördergeld, so es welches gibt, auch „abholen“ sollte. Er hält die Chancen für gut, da es im vergangenen Jahr nur 4 Bewerber gab. Allerdings, so der Betriebswirt, seien Pläne zwar gut, sie sollten aber auch von der finanziellen Ausstattung abhängig sein. Die Fragestellung sei immer, was zu realisieren sei.

von Gianfranco Fain

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