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Parkplatz statt Notaufnahmelager

Hallen an der Hinterlandhalle Parkplatz statt Notaufnahmelager

Laut dem Hessischen 
Finanzministerium ist der Auftrag zum Abbau der Hallen vergeben. Der Landkreis plant derweil, auf der geschotterten 
 Fläche an der Hinterlandhalle weitere Parkplätze einzurichten.

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Anfang November war die Fläche noch ein Acker, rund anderthalb Monate später standen die beiden Leichtbauhallen, und das Notaufnahmelager für Flüchtlinge war bezugsfertig. Nun steht der Rückbautermin. Ende August sollen die Hallen weg sein, der Landkreis Marburg-Biedenkopf will dann auf seinem Grund Parkplätze für die Hinterlandhalle einrichten.

Quelle: Gianfranco Fain

Friedensdorf. Der Auftrag für den Abbau des Flüchtlingscamps an der Hinterlandhalle 
ist vergeben. Damit wird die 
Frage immer drängender, was aus der rund 2670 Quadratmeter großen Fläche wird, wenn die Hallen verschwunden sind.

Die aus einem ehemaligen 
Acker entstandene befestigte 
Fläche gehört zwar dem Landkreis, doch die Gemeinde Dautphetal hat schon seit langer Zeit eine Vorstellung dafür: Zusätzliche Parkplätze lautet der Wunsch, der schon wiederholt gegenüber Vertretern des Landkreises geäußert wurde.

Der seit 1994 gültige Bebauungsplan sieht für die Fläche auch einen Parkplatz vor. Bei der derzeitigen Größe würden schätzungsweise 90 Parkbuchten für Autos entstehen können – Plätze die bei Großveranstaltungen in der kreiseigenen Halle gut gebraucht würden.

Umsetzung des Baus soll 
„unverzüglich“ erfolgen

Als Anfang dieses Jahres klar wurde, dass es keine Verwendung für das Notaufnahmelager mehr geben wird, hieß es aus dem Kreishaus, dass es Überlegungen zur weiteren Verwendung geben werde. Bei Pressesprecher Stephan Schienbein fragte die OP nach, wieweit diese mittlerweile gediegen sind. Dieser bestätigte am Freitag: An der Hinterlandhalle soll tatsächlich eine zusätzliche Parkfläche entstehen.

Zurzeit laufen im Kreishaus die Planungen, wie die Umsetzung erfolgen kann. Diese soll „unverzüglich“ erfolgen, also sobald die Hallen verschwunden und Untersuchungen am Gelände hinsichtlich der Beschaffenheit des Untergrundes und der Stabilität der Böschung erfolgt sind. Genauere Angaben zur Anzahl der Plätze sowie Kosten und Baubeginn vermochte Schienbein am Freitag naturgemäß noch nicht zu sagen.

Fest steht dagegen, dass die provisorischen Unterkünfte, die seit Herbst des vergangenen Jahres für rund 300 Flüchtlinge gedacht waren, bis Ende August abgebaut sein werden. Ein entsprechender Auftrag ist bereits vergeben, die Arbeiten sollen alsbald beginnen. Das erklärt Moritz Josten, von der Pressestelle des Hessischen Finanzministeriums, auf Anfrage der OP.

Die Verpflichtungen für die Bereitstellung der Leichtbauhallen laufen indes bis zum November dieses Jahres weiter. Abgeschlossen hat die Verträge der Landkreis, die Zahlungsverpflichtung hat aber mittlerweile das Land übernommen. Über die Höhe gibt Josten keine Auskunft. Ebenso wenig Landkreis-Pressesprecher Schienbein mit Verweis darauf, dass dies nun eine Angelegenheit des Landes ist.

Bürgermeister Bernd Schmidt freut sich, dass die von Kreisvertretern vor dem Hallenbau angedeutete spätere Verwendungsmöglichkeit nun so schnell eintritt und durch den Bau zusätzlicher Abstellflächen eine Lösung für die Parkschwierigkeiten gefunden ist.

von Gianfranco Fain

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