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Parkplätze in Düsseldorf und Dautphetal

Bürgerhäuser der Gemeinde Parkplätze in Düsseldorf und Dautphetal

Statt der ursprünglich zur Prüfung vorgesehenen Gemeinschaftshäuser in Holzhausen, Hommertshausen und Mornshausen werden nun die Objekte in allen Ortsteilen unter die Lupe genommen.

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Ob Köln, Frankfurt oder am Holzhäuser Bürgerhaus: Überall gibt es Parkplatzmangel.

Quelle: Nikola Ohlen

Dautphe. Dass ein trockenes Thema wie Parkplätze eine Sitzung beleben kann, bewies Christian Weigel, als er am Montagabend auf humorvolle Art für den Antrag der Christdemokraten in der Gemeindevertretung warb. Schon mit dem Einstieg in seine Rede hatte der junge Abgeordnete die Lacher auf seiner Seite, versprach zudem, dass es humorvoll bleiben werde ­
(Siehe: ZITAT).

Weigel schaffte es, von den Metropolen der Bundesrepublik eine Bogen nach Dautphetal zu schlagen. Die Problematik hier wie dort: die Anzahl der Parkplätze vor öffentlichen Gebäuden. Der CDU ging es insbesondere um die Situation in Holzhausen, Hommertshausen und Mornshausen. Die Notwendigkeit führte Weigel am Beispiel Holzhausens vor Augen:

Ein Sicherheitsplus gebe es durch zusätzliche Parkplätze für Eltern, die ihre Kinder von der Kinderkrippe abholen ebenso­ wie für ältere Mitbürger, die dann nicht mehr weiter entfernt parken und zu Fuß zum Bürgerhaus gehen müssten.

Die Anwohner der Bürgerhäuser würden vom Suchverkehr und parkenden Fahrzeugen entlastet.

Zusätzliche Parkplätze würden auch Löschfahrzeugen oder Krankenwagen eine sichere Durchfahrt gewährleisten.

Der Prüfantrag beinhaltet auch, dass die Kosten ermittelt werden, um die Finanzierbarkeit zu prüfen. Die CDU sieht die Gemeinde­ etwas unter Druck, da gerade in Holzhausen ein unbebautes Nachbargrundstück des Bürgerhauses zum Verkauf stehen soll. Wegen­ dieser Dringlichkeit bestand die Fraktion auch auf diese Sondersitzung.

Doch eine Woche zuvor machte die SPD-Fraktion im Finanzausschuss ihren Wunsch deutlich, gleich die Situation bei allen Bürgerhäusern überprüfen zu lassen.­ Ein Änderungsantrag wurde dort aber noch nicht formuliert, da die CDU darüber erst in der Fraktionssitzung beraten wollte.

Änderungsantrag der SPD: Ausweitung auf alle Häuser

Vor der Gemeindevertretung begrüßte Weigel dann diese Idee. Einen kleinen Disput gab es noch, als Michael Honndorf von den Freien Wählern hinsichtlich des Textes des SPD-Änderungsantrags vergebens anmerkte, dass man Anträge doch einfach halten wollte. Der SPD-Antrag – Prüfung der ­Situation und Kostenermittlung für alle Bürgerhäuser der Gemeinde – wurde einstimmig befürwortet.

Schon während der Hauptausschusssitzung wurde von Ortsvorsteher Andreas Feußner erwähnt, dass es zum Beispiel in Buchenau genügend Parkplätze­ 
in der Nähe des Bürgerhauses gibt und somit nach Ansicht des Christdemokraten dort gar nichts zu prüfen sei. Zudem hieß es, dass in Hommertshausen und Mornshausen die Situation bald anders aussehen könnte. Als Grund dafür wurde die Diskussionen in der Dorferneuerungs-Arbeitsgruppe (IKEK) um die Veränderung der beiden Bürgerhäuser angeführt.

Sie sollen im Zuge des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes (Ikek) größere Freiflächen erhalten. Dazu ist in Hommertshausen ein „geringfügiger Rückbau“ im Gespräch, in Mornshausen könnte die nicht mehr genutzte Kegelbahn entfallen. Ein Teil würde zum Stuhllager, der andere könnte für Parkraum zur Verfügung stehen.

von Gianfranco Fain

Zitate

Christdemokrat Christian­ ­Weigel zeigte, wie man eine­ Rede humorvoll gestalten kann, was im Folgenden mit Zitaten aus Anfang und Ende belegt wird:

„ . . . die Frankfurter Skyline, der Kölner Dom oder die Düsseldorfer Königsallee stehen als weithin bekannte Wahrzeichen für die Prosperität deutscher Großstädte.

. . . Doch auch dort ist nicht alles Gold, was glänzt: Diese Zentren stellen ihre Besucher täglich vor die schier unlösbare Aufgabe der Parkplatzsuche. Meistens ist das Auto zu groß, die Lücke zu eng, der Parkplatz außerhalb des Zentrums oder seit Stunden von einem anderen Verkehrsteilnehmer beansprucht.

Durch die in den vergangenen Jahrzehnten immens gestiegene Anzahl der Fahrzeuge pro Haushalt ist dies inzwischen aber kein typisch großstädtisches Problem mehr. Auch in Dautphetal können Besucher von Großveranstaltungen, Vereinsfeiern und Eltern-Kind-Nachmittag in den Räumlichkeiten unserer Bürgerhäuser ,ein Lied davon singen‘. Hier wie dort gilt es nun, mit intelligenten Ausbaukonzepten Abhilfe zu schaffen.

. . . Dautphetal soll mit diesem Antrag nicht Düsseldorf werden, aber in Sachen Sicherheit und moderner Verkehrsinfrastruktur Maßstäbe setzen.

. . . Meine Fraktion möchte Sie ermuntern, einen ersten Schritt auf diesem Weg gemeinsam zu gehen und damit sinngemäß einem Zitat des Schauspielers Joachim Fuchsberger Rechnung zu tragen, der einmal gesagt hat: ,Ein Fußgänger ist ein glücklicher Autofahrer, der einen Parkplatz gefunden hat‘.“

 
 
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