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Otto Lixfeld: „Es trifft uns nicht unvorbereitet“

Hilsberg Otto Lixfeld: „Es trifft uns nicht unvorbereitet“

Als „positives Signal“ wertete Dieter Domke am Mittwoch die tags zuvor vom Regierungspräsidium in Gießen erhaltene Genehmigung zur vorzeitigen Rodung und dem Baubeginn für vier der fünf beantragten Windkraftanlagen auf dem Hilsberg.

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Quelle: Nadine Weigel

Der ehrenamtlich tätige Erste Beigeordnete der Gemeinde Bad Endbach vertritt den erkrankten Bürgermeister, war aber am Dienstag nicht in der Gemeindeverwaltung, als der Bescheid eintraf.
Erfreulich sei auch, dass Sofortvollzug angeordnet sei, das heißt: „Wir können am 1. Juli anfangen“, sagt Domke. Überraschend kam die  Bewilligung zur Rodung während der geschützten Brut- und Setzzeit anscheinend nicht, denn laut Domke habe die Gemeinde nicht mit Schwierigkeiten gerechnet. Diese erwartet der Erste Beigeordnete aber jetzt. „Es wird keine Ruhe geben“, sagt er und meint damit die Standortgegner.

Stopp der Rodungen zieht sich seit einem Jahr

Damit liegt er offenbar nicht verkehrt.  „Es trifft uns nicht unvorbereitet“, sagt Otto Lixfeld. Der Vorsitzende des klageberechtigten Vogelschutzvereins Holzhausen, der nun 174 Mitglieder zählt, verweist auf die Gegenaktionen, die für die Zeit Ende September mit dem regulären Auslaufen der Schutzzeit vorgesehen waren. „Diese ziehen wir nun vor“, sagt Lixfeld. Was genau unternommen wird, teile der Anwalt des Vereins demnächst mit.
Aber die Stoßrichtung lässt eine Äußerung Lixfelds erahnen: Schon vor einem Jahr wurden Rodungen auf dem Hilsberg vom Gerichtshof in Kassel gestoppt, weil die wirtschaftlichen Interessen der Gemeinde Bad Endbach nicht über den Naturschutz zu stellen seien. In der Rodungsgenehmigung sind die wirtschaftlichen Interessen als Begründung genannt.

  • Wie Hartmut Mai, Landesgeschäftsführer des Nabu, am Mittwoch mitteilte, wird Wulf Hahn nicht wie angekündigt am Berlin-Marathon des Nabu-Bundesverbandes teilnehmen. Im vergangenen Jahr habe Hahn  zwar teilgenommen, in diesem seien aber andere zehn Läufer berücksichtigt worden, die für Nabu-Projekte Spenden sammeln. Wie Mai mitteilte, sei die Teilnahme von Hahn auch daran gescheitert, dass der Hilsberg kein Nabu-Projekt mehr sei, da sich der Nabu mit Bad Endbach geeinigt habe.
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