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Ortsvorsteher kritisiert das Vorgehen der Verwaltung

Ortsbeiratssitzung Ortsvorsteher kritisiert das Vorgehen der Verwaltung

In der Ortsbeiratssitzung in Weipoltshausen beherrschte am Mittwochabend vor allem ein Thema den Abend: die geplante "Übernahme" des Dorfgemeinschaftshauses durch die Bürger.

Weipoltshausen. Seit nunmehr sieben Jahren zerren Gemeinde und Bewohner an Konzepten zum Betreiben des Gebäudes herum, ohne wirklich vorangekommen zu sein. Die Vereine des Ortes würden im Dorfgemeinschaftshaus gerne ein Dorf-Café eröffnen, aber nicht ohne zu wissen, welche Rechte und Pflichten dabei auf sie zukommen. Vonseiten der Dorfbewohner wurde in der Vergangenheit einiges in die Wege geleitet, um der Gemeinde das Haus und damit einen Großteil der Kosten abzunehmen.

Die Gemeinde hatte Weipolts-hausen seinerzeit zur Dorferneuerung angemeldet. Die Anträge für Fördermittel sind gestellt und für unterstützenswert befunden worden. Nun ist es an der Gemeinde, Beschlüsse zu fassen und ihren Anteil zu den Kosten beizusteuern. Sämtliche Hürden, wie zum Beispiel die Gründung eines Vereins, Erstellen einer Rentabilitätsrechnung für das Café, Überarbeitung des Nutzungskonzeptes, hat die Dorfgemeinschaft erfüllt. Nun wartet man auf die Folgekostenrechnung der Gemeinde, damit die Vereine die Möglichkeit der Prüfung zur Übernahme einer Trägerschaft des Hauses haben. Dafür müssen verbindliche Aussagen getroffen werden.

Das Haus würde energetisch saniert, die Sanitäranlagen auf Vordermann gebracht, das Dorf-Café etabliert. Wenn diese Schritte erfolgt sind und das Dorf-Café läuft, würde der Trägerverein den Betrieb des Hauses übernehmen können.

Ein Antrag zur Gemeindevertretersitzung am 21. November, in der Ortsvorsteher Patrick Voyé die politische Entscheidung, die vom Bürgermeister bereits vor einem Jahr versprochen wurde, einfordert, wurde nicht auf die Tagesordnung gesetzt.

„Vonseiten der Gemeinde tut sich nichts, die wollen immer noch ein Gesamtkonzept für die Dorfgemeinschaftshäuser und verweigern bisher weitere Schritte. Bei uns würde das bedeuten, die Gemeinde stellt das Geld in den Haushalt, damit wir endlich beginnen können“, sagte Voyé.

Die Weipoltshäuser sind sauer. Hat man sich doch viele Gedanken gemacht, ein Konzept entwickelt und Aufgaben übernommen, die eigentlich von der Verwaltung erledigt werden müssten.

„So geht man mit Menschen nicht um“, beklagt Voyé fehlenden Respekt.

Die Weichen für die Gründung des Kultur- und Heimatvereins sind gestellt. „Es fehlt quasi nur noch der Stempel auf den Papieren“, erläuterte Voyé, der sich zwischen den Stühlen merklich unwohler fühlt, denn er sagt auch: Hier hätte die Gemeinde die Möglichkeit zu zeigen: „Schaut her, wenn ihr das Haus wollt und ein entsprechendes Konzept dahinter ist, dann könnt ihr es übernehmen und damit die Gemeinde entlasten.“

von Daniela Pieth

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