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Ortsbeirat wünscht Urnenrasengräber

Ortsbeiratsitzung Ortsbeirat wünscht Urnenrasengräber

Der Ortsbeirat Altenvers sprach sich einstimmig für die Neufassung der Friedhofssatzung der Gemeinde Lohra aus unter der Maßgabe, dass auch Urnen-Rasengräber angelegt werden.

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Bei einer Bestattung im Friedwald werden ökologisch abbaubare Urnen verwendet. In dem Lohrarer Ortsteil Altenvers ist man
bemüht, künftig auch Urnen-Rasengräber zuzulassen. Foto: Ingrid Ruthe / pixelio.de

Altenvers . Im Hirtenhaus fand die jüngste Sitzung des Ortsbeirates statt, zu der Ortsvorsteher Wolfgang Spies auch Bürgermeister Georg Gaul begrüßte. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Beratung über die Neufassung der Friedhofssatzung der Gemeinde Lohra. Bürgermeister Georg Gaul erläuterte den Vorschlag des Gemeinde­vorstandes und betonte, dass das neue Konzept die Ruhezeiten auf 30 Jahre absenke. Bisher hätten noch Ruhezeiten von 40 Jahren gegolten, die auch für die derzeit belegten Gräber noch Gültigkeit hätten.

Des Weiteren sehe das neue Konzept vor, dass das Abräumen der Gräber nach der Ruhe­zeit grundsätzlich durch den Bauhof erledigt wird, wobei die Kosten für das Abräumen bereits mit den Bestattungskosten reguliert werden müssten. Die Kosten für das Abräumen der Gräber sollen nochmals genau kalkuliert werden.

Alle Bestattungsformen könnten nicht in allen Ortsteilen angeboten werden, erklärte Gaul. Im Moment seien für Altenvers Einzel-, Doppel- und Urnengräber vorgesehen. Die Neufassung der Friedhofssatzung werde in der Maisitzung der Gemeindevertretung beraten und gegebenenfalls beschlossen. Auch sehe diese neue Friedhofssatzung Wochenendbestattungen nur noch in Ausnahmefällen mit gesonderter Genehmigung und bei geänderter Kostensituation vor.

Ortsvorsteher Wolfgang Spies betonte, dass sich der Altenverser Friedhof in topografisch schwieriger Lage befinde und deshalb dort vieles vermutlich nicht machbar sei, was auf anderen Friedhöfen möglich wäre. Deshalb sei auch momentan für ältere Personen mit Rollator der Besuch des Friedhofes kaum möglich. Aus diesem Grunde schlug er eine Ortsbesichtigung vor, um hier die Möglichkeit einer Barrierefreiheit zu prüfen.

Ortsbeiratsmitglied Marc Bamberger äußerte den Wunsch, dass für den Friedhof auch Urnen-Rasengräber vorgesehen werden sollten. Dass dies eine mögliche alternative Bestattungsform sei, vermutete auch Bürgermeister Georg Gaul. Sobald die neue Friedhofssatzung beschlossen sei und feststehe, welche Bestattungsformen bei den verschiedenen Friedhöfen angeboten würden, würden die Kosten nochmals kalkuliert, wobei diese für alle Ortsteile gleich sein sollten. Bei den Urnengräbern bestehe die Möglichkeit, bis zu vier Urnen zu bestatten, wobei eine Mindestruhezeit der letztbestatteten Urne von 15 Jahre gelte.

Letztendlich stimmte der Ortsbeirat einstimmig dem Entwurf der Friedhofssatzung unter der Maßgabe zu, dass für den Friedhof in Altenvers Urnen-Rasengräber vorgesehen werden und weiter geprüft werden müsse, dass weitgehend Barrierefreiheit auf dem Friedhof hergestellt wird.

von Klaus Peter

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