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Windkrafträder

Ortsbeirat pocht auf Versprechen

Rachelshausens Ortsbeirat stimmt grundsätzlich der Errichtung von Windkrafträdern in der Gemarkung zu, legt aber Wert darauf, dass der Abstand von einem Kilometer bis zum Ortsrand gewahrt wird.

Auf dem hinteren Teil dieser „Kyrill“-Fläche könnten Windkrafträder gebaut werden. Der größte Teil zählt zur Römershäuser, der kleinere zur Rachelshäuser Gemarkung.

© Hartmut Berge

Gladenbach. Ortsvorsteher Walter Scheld betonte in der jüngsten Sitzung des Gremiums, dass der Ortsbeirat die Bemühungen der Stadt unterstütze, regenerative Energien auszubauen.

Auch in der Bevölkerung sei eine  breite Unterstützung zum Bau der Windkrafträder zu erkennen.

Die Unterstützung des Ortsbeirates in der Sache sei jedoch davon abhängig, dass das persönliche Wohlbefinden der Racheishäuser Einwohner nicht allen wirt­schaftlichen Interessen geopfert werde, sagte Scheld.

Das Gremium, insbesondere Ortsvorsteher Scheld, berufen sich daher ausdrücklich auf die von Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim und einigen Magistratsmitgliedern gemachten Zusagen, dass ein Mindestabstand von einem Kilometer Luftlinie vom bebauten Ortsrand bis zum Standort der Windräder eingehalten wird und dies bei der Änderung des Flächennutzungsplanes unbedingt berücksichtigt wird.

„Sollte dies wider Erwarten nicht geschehen, ist auch in Rachelshausen mit Widersprüchen und erheblichem Widerstand zu rechnen“, kündigt Walter Scheld an.

„Nach Möglichkeit sollten jedoch Entwicklungen wie in einem Nachbarort verhindert werden“, so der Ortsvorsteher weiter. Deswegen verlange der Ortsbeirat auch, dass er über den Stand der Planungen, auch hinsichtlich der Änderung des Flächennutzungsplanes von Beginn an informiert werde, Scheld verweist auf das im Paragrafen 82 der Hessischen Gemeindeordnung festgelegte Anhörungsrecht von Ortsbeiräten in wichtigen Angelegenheiten.

Ferner verlangt der Ortsbeirat, dass bei einer eventuellen Genehmigung der Windräder darauf geachtet wird, dass diese nach dem neuesten Stand der Technik hinsichtlich des Lärmschutzes zu errichten sind.

Der Ortsbeirat sieht die Stadt in der Pflicht und Verantwortung gegenüber  den Racheishäuser Bürgern. „Die Stadt sollte daher nur solche Planungen unterstützen, die die bestehenden Bedenken der Einwohner ernst nehmen und alle technischen Möglich­keiten ausschöpfen um Lärmbelästigungen und optische Beeinträchtigungen so weit wie möglich auszuschließen“, bekräftigt Walter Scheld und kündigt an: „Die Rachelshäuser werden genau darauf achten und wachsam sein.“

Der Ortsbeirat beschäftigte sich auch mit dem Entwurf des Haushaltsplans.

Auf der Wunschliste des Ortsbeirates für 2012 standen zwei Wünsche, die Erschließung des Baugebietes „Am Bornstück“ und die Sanierung eines Teils der Straße „Oberstadt-Ring.“

Hinsichtlich des auszuweisenden neuen Baugebietes scheine es nun endlich Fort­schritte zu geben, freut sich der Ortsvorsteher.

Im Entwurf des Haushaltsplanes sind jedenfalls entsprechende Mittel zur Erschließung des Baugeländes vorgesehen.

Der Ortsbeirat geht davon aus, dass die vorgesehenen Vorhaben in diesem Jahr endlich ausgeführt werden und neue Bauplätze entstehen. Scheld erinnert daran, dass er bereits der Stadt einige Bauinteressenten genannt habe, die darauf warteten, endlich bauen zu können.

Der weitere Wunsch, die Sanierung eines Teiles des Oberstadt-Ringes, ist im aktuellen Haushaltsplan unter dem Posten „Sanierung Stadtstraßen“ enthalten. Unter der Voraussetzung, dass diese beiden Projekte umgesetzt werden, stimmte der Ortsbeirat dem Haushaltsplan 2012 zu.

von Hartmut Berge


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