Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Ortsbeirat funkt SOS: Kandidaten gesucht

Ausblick auf Kommunalwahl Ortsbeirat funkt SOS: Kandidaten gesucht

Die Kerngemeinde Lohra hat seit 1993 einen Ortsbeirat. Elfriede Köhler war von Anfang an dabei und war in den vergangenen zwei Legislaturperioden Ortsvorsteherin.

Voriger Artikel
Man muss auch mal ein Zeichen setzen
Nächster Artikel
Innenstadtinsel kommt nicht zur Ruhe

Elfriede Köhler gehört seit 22 Jahren dem Ortsbeirat an.

Quelle: Tobias Hirsch

Lohra. Bisher wurden die Ortsbeiratsmitglieder für Lohra über Parteilisten gewählt und waren entsprechend dem gewählten Kräfteverhältnis der Parteien in dem Gremium vertreten.

Dieses Jahr will der Ortsbeirat Lohra erstmals eine Bürgerliste aufstellen. Parteipolitik habe im Ortsbeirat nie eine Rolle gespielt und Parteilisten aufzustellen, werde bei der heutigen Politikverdrossenheit der Bevölkerung immer schwieriger, nannte Köhler als Gründe für die Aufstellung einer Einheitsliste. Ihr habe die Arbeit im Ortsbeirat immer Spaß gemacht, stellte Köhler fest.

„Wir haben in den über 20 Jahren, seitdem es den Ortsbeirat gibt, viel für Lohra bewegt“, sagte der stellvertretende Ortsvorsteher Kurt Schwald. Als Köhler in die Runde fragte, erklärten sich nur fünf der neun Ortsbeiratsmitglieder bereit, bei der Kommunalwahl wieder für den Ortsbeirat zu kandidieren. Im Ortsbeirat könnten sie nicht wirklich was bewegen, weil das Gremium keine Entscheidungsbefugnis habe, gehörte zu den am meisten genannten Gründen für einen Rückzug aus dem Ortsbeirat.

Liste muss diesen Freitag stehen

„Wir haben zwar keine Entscheidungsbefugnis, werden bei Themen, die die Kerngemeinde betreffen, von den Mitgliedern der Ausschüsse und 
der Gemeindevertretung aber immer angehört“, wandte Köhler ein. Sie sorge auch dafür, dass alle Lohraer Themen im Ortsbeirat diskutiert werden, sagte die Ortsvorsteherin.

Bis Freitag, 20. November, muss eine Liste mit mindestens neun Bewerbern für die Ortsbeiratswahl im Frühjahr eingereicht werden, „sonst haben wir in der nächsten Legislaturperiode in Lohra keinen Ortsbeirat mehr“, erklärte Köhler und forderte ihre Mitbürger dazu auf, sich für die Ortsbeiratswahl aufstellen zu lassen.

Weiteres Thema in der Ortsbeiratssitzung war der erste Nachtragshaushalt 2015 / 2016. Elfriede Köhler benannte die wichtigsten Investitionen für die Kerngemeinde: Planungskosten für das neue Feuerwehrgerätehaus in Höhe von 145.000 Euro, die Renaturierungsarbeiten an der Salzböde mit 235.000 Euro und die Kirbach-Verrohrung mit 100.000 Euro.

von Anita Ruprecht

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr