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"Orms"-Lädchen soll Dorf verändern

Wettbewerb "Orms"-Lädchen soll Dorf verändern

Die Oberdietener haben sich ein ambitioniertes Projekt vorgenommen. Sie wollen aus "Orms"-Lädchen einen Dorfladen mit Mehrgenerationen-Treff machen.

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In der ehemaligen Werkstatt hinter „Orms“-Lädchen und neben der alten Schmiede informierte sich die Bewertungskommission über den Planungsstand.Fotos: Pfeifer-Sternke

Oberdieten . Eine Bewertungskommission des hessischen Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ war gestern gut drei Stunden in der Hinterland-Kommune Oberdieten unterwegs, um sich ein Bild über die Besonderheiten des 743 Einwohner Orts zu verschaffen. Für Architekt Walter Hirschhäuser bot sich zum Ende des Rundgangs ein großer Moment. In „Orms“-Haushalts- und Schreibwarenlädchen von Christa Grebe soll nach ersten Vorplanungen etwas Großes entstehen, dass der gesamten Bevölkerung des Ortes zugute kommt.

„Wir finden es schade, wenn das Gebäude verfällt“, erklärte Hirschhäuser in der ehemaligen Werkstatt, die direkt an das Lädchen grenzt. Die Inhaber wollen das Lädchen noch solange weiterführen, bis Oberdieten sein Großprojekt mit sozialem Charakter realisiert hat. Allerdings: „Die Finanzierung ist ein Problem“, erklärte der Architekt. Er habe mal grob überschlagen, was der Umbau kostet. „Man könnte glauben, das schafft man nicht“, sagte er.

Der Ort steht vor einer großen Herausforderung, will er den jetzigen „Informationsumschlagplatz“ im Lädchen erhalten und neue Strukturen für Jung und Alt schaffen. Hirschhäuser hofft auf Fördermittel aus dem Leader­­-Programm sowie auf Mittel von Bund und Land. Und natürlich baut er auf die Unterstützung der Dorfbevölkerung.

"Projekt zukunftsweisend"

Dass im Ort vieles möglich ist, davon hat sich die Delegation vor Ort ein Bild machen können. „Ich bin beeindruckt, was Sie uns heute alles gezeigt haben. Und, Sie haben ein Projekt vor, das zukunftsweisend ist“, sagte Kommissionsleiterin Margot Schneider. Sie hofft, dass sich genügend Mitstreiter für die Umsetzung des Projektes finden und dass ein gutes Konzept letztlich dazu beiträgt, die benötigten Fördermittel generieren zu können.

Für Ortsvorsteher Siegfried Wege, Hirschhäuser und den Ortsbeirat steht fest, dass das Projekt zwar aufwändig, aber wichtig für die Zukunft des Dorfes ist.

„Wir müssen für das Dorf was machen, damit man nicht für jede Flasche Milch weg fahren muss“, gab Hirschhäuser als Beispiel an. Im Dorflädchen solle es zwar kein Vollsortiment geben, aber der Schulbedarf müsse bleiben. Im Ort gibt es eine Grundschule und viele der Eltern würden in „Orms“-Lädchen einkaufen. Eventuell könnte auf dem Grundstück ein Museum mit Bibliothek eingerichtet werden – Seniorchef Grebe ist Hobbyhistoriker – und im Mehrgenerationen-Treff könnten Schulkinder und Senioren essen und es könnten Spielnachmittage stattfindet. Auch biete das Gebäude Platz für eine Praxis für einen Physiotherapeuten, einen Arzt oder Podologen. „Wir haben viele guten Ideen“, kündigte Hirschhäuser an.

von Silke Pfeifer-Sternke

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