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Orchester und Frauenchor glänzen

Konzert in Kirche Maria Königin Orchester und Frauenchor glänzen

Eine Idee der Chorleiterin von „Tonart“ brachte dem Publikum und den musikalischen Akteuren einen unvergesslichen Abend.

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Das große Schulorchester der Liebigschule Gießen und der Chor „Tonart“ harmonierten großartig.

Quelle: Hartmut Berge

Gladenbach. Nicht nur „ihre“ Sängerinnen wollte Simone Jung in der katholischen Kirche Maria Königin präsentieren. Ein großes Orchester sollte die Gesangsauftritte ergänzen. Die Wahl fiel auf die Musiker der Liebigschule Gießen.

Viele Chorstunden hatten die Sängerinnen zur Vorbereitung absolviert, Sing-Samstage und sogar ein ganzes Wochenende in Bad Soden-Salmünster dienten der Vorbereitung. Auch die Auswahl der Lieder zum Thema Modernes, Film- und Musicalmusik – „eine der besonderen Stärken unserer Dirigentin“ – ist sich die Erste Vorsitzende Ulrike Etzelmüller sicher, erbrachte eine Mischung, die die mehr als 500 Zuhörer mehrfach zu Begeisterungsstürmen hinriss.

Dazwischen zwei Musik-Einlagen des großen Orchesters der Liebigschule Gießen. Ein mit 80 jungen Musikern besetztes symphonisches Ensemble, das sich eigentlich der großen romantischen Orchestermusik widmet, aber auch Musik des 20. Jahrhunderts zu Gehör bringt. Das Orchester mit den Dirigenten Dr. Jörg Abel, Jens Velten und Michael Zarniko ist seit mehr als 50 Jahren eine feste Größe im Kreis der deutschen Schulorchester.

Nach einem ersten Liederblock von „Tonart“, in dem unter anderem Musicalsongs aus Tabaluga (Peter Maffay) und Elisabeth (Ich gehör nur mir) sowie Enyas Trauerhymne zum 11. September 2001 „Only Time“ vorgetragen wurden, setzte das Orchester in der voll besetzten Kirche einen fulminanten ersten Höhepunkt mit Georges Bizets ­Farandole aus der Suite zur Schauspielmusik „L’Arlésiennes“ und der Filmmusik aus „Robin Hood – König der Diebe“ von Michael Kamen.

Die Moderation verteilten die Sängerinnen auf mehrere Schultern. Nach dem Entree durch die Vorsitzende Ulrike Etzelmüller traten Ulrike Lorch, Gabi Trenk, Sabine Walther (in Schwedisch), Insa Jacoben und Gabi Schönauer ans Mikrofon. Insbesondere bei den fremdsprachigen Stücken in Englisch und Schwedisch waren die Erläuterungen für die Zuhörer hilfreich.

Im zweiten Gesangsblock boten die „Tonart“-Sängerinnen unter anderem Stücke aus dem Musical „Mozart“ von Michael Kunze und Sylvester Levay dar, bei dem auch einige Solistinnen (Insa Jacoben, Ulrike Lorch, Tanja Friebertshäuser und Gabi Schönauer) glänzten.

Im Stück „Adiemus“ aus dem Film „Avatar“ begleitete Julia Fries den Chor mit ihrer Querflöte, die sie sonst seit vielen Jahren im Musikverein Gladenbach spielt. Schließlich bildeten einige Lieder aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel“ den Abschluss dieses Liederblockes.

Muntere Melodien

Einen großartigen Gegenpunkt setze der Xylophonist Lars Ruppel mit seinem „Galopp für ­Xylophon“ – einer Erinnerung an Zirkus Renz. Anschließend brachte Dirigent Michael Zarniko mit dem Liebigschul-Orchester sehr einfühlsam ein Medley aus dem Musical „Phantom der Oper“ zu Gehör.

Im letzten Gesangsteil des Konzertabends wurde noch einmal Musicalfeeling vermittelt: „Kann es wirklich Liebe sein“ aus der Feder von Elton John im Musical „König der Löwen“ trieb so manchem im Publikum Tränen in die Augen. Die eher munteren Melodien „Sister Act“ mit toller Choreographie des Chores und der Solistin Tanja Kraft mischte das Publikum noch einmal so richtig auf.

Zum Abschluss gab es zwei gemeinsame Auftritte von „Tonart“ und Orchester: Die gefühlvolle Nummer „You’ve got a Friend“ von Carrol King – mit den Solistinnen Simone Jung, Heike Becker und Heidi Ströher. Und schließlich kamen ­
alle Kenner der „Last Night of the Proms“ auf ihre Kosten: Chor und Orchester intonierten den Klassiker „Pomp and Circum­stance“ – die inoffizielle Hymne des britischen Königshauses.

Das Publikum bedankte sich mit frenetischem Applaus und Standing Ovations – was eine Zugabe erforderte, die erneut bejubelt wurde.

von unseren Redakteuren

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