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Nun fehlt nur noch schnelles Internet

Straßenausbau Nun fehlt nur noch schnelles Internet

In den 1970er-Jahren wurde sie erschlossen, die ersten Häuser entstanden, 40 Jahre später erfolgte der Endausbau der Straße „Vor dem Wäldchen“. Jetzt gib‘s nur noch wenige Baulücken.

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Die Vertreter der Stadt und des Ortsbeirates Mornshausen waren sich einig: Die grundhaft ausgebaute Straße „Vor dem Wäldchen“ kann sich sehen lassen.Foto: Hartmut Berge

Mornshausen/S.. Zwei Anliegerversammlungen waren nötig, bis das Projekt ins Rollen kam. Bei der ersten Zusammenkunft sei die Bereitschaft noch nicht sehr groß gewesen, den Ausbau in Angriff zu nehmen erinnerte Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim gestern. Er kam gestern mit Bauamtsleiter Ulrich Weber, Ordnungsamtschef Günter Becker und Bauhofleiter Otto Klingelhöfer in die schmucke Straße, um sich dort mit Ortsvorsteherin Margarete Kuhrt und Sandra Geßner vom Mornshäuser Ortsbeirat zu treffen.

Im November 2006 stellte die Stadt den Anliegern zwei Ausbauvarianten vor.

In den Diskussionen nahm man verschiedene Anregungen mit, die dann zum Teil in die von allen akzeptierte dritte Ausbauvariante einflossen. Sie wurde den Anliegern am 3. Mai 2011 präsentiert. Im Juni 2012 rückten bereits die Bauarbeiter der Firma Hinterland aus Hartenrod an. Schon fünf Monate später war der Ausbau abgeschlossen.

Die Kanalsohle wurde seinerzeit nicht ausreichend verdichtet, das musste im Zuge der Bauarbeiten nachgeholt werden. Dafür musste auf einer Länge von 300 Metern die Verfüllung ausgehoben und neu eingebaut werden. Dies war nötig, ansonsten hätte es in der neuen Straße zwangsläufig Setzungen gegeben. „Dies erfolgte nicht zu Lasten der Anlieger“, betonte der Bürgermeister. Als Rechtsnachfolger der Stadt, die damals den Kanal verlegen ließ, übernahm der Zweckverband Mittelhessische Abwasserwerke (ZMA) die Hälfte der Kosten für die erneute Verfüllung und Verdichtung, die andere Hälfte ging zu Lasten der Stadt.

Nachgebessert werden musste auch beim Wendehammer in der Sackgasse. Der war im alten Bebauungsplan zu klein dimensioniert. Die Müllfahrzeuge seien heute größer als damals, erklärte das Stadtoberhaupt. Also musste er größer angelegt werden. Ordnungsamtsleiter Günter Becker appellierte an Anlieger und Besucher, nicht im Wendehammer zu parken.

Weil ein früher und langer Winter folgte, ging man die noch ausstehende Bepflanzung erst im Frühjahr 2013 an.

Der Zeckverband Mittelhessische Wasserwerke (ZMW) verlegte auf eigene Kosten eine neue 315 Meter lange Wasserleitung. Der Verband beteiligte sich auch - allerdings in einem geringen Maß - an den Kosten für den Ausbau der Straße. Selbstverständlich seien im Zuge des Straßenausbaus auch Leerrohre für die Breitbandverkabelung verlegt worden und zwar auf einer Länge von 320 Meter, sagte der Bürgermeister und kündigte an: Das schnelle Internet komme, auch für die Anlieger der Straße „Vor dem Wäldchen“, so sie dies denn wünschten.

Die Straße sei ein vorzeigbares Projekt, betonte Klaus-Dieter Knierim und sprach von positiven Rückmeldungen der Anlieger.

Auch Ortsvorsteherin Margarethe Kuhrt zeigte sich sehr angetan von der Straße. Sie habe Verständnis dafür, dass 2006 bei der ersten Anliegerversammlung nicht gleich alle für den Ausbau gewesen seien: „Schließlich hatten einige gerade ihr Häuschen gebaut und finanziert.“ Dann habe nicht jeder gleich wieder Geld für den Straßenausbau übrig.

Die Gesamtkosten betrugen 391000 Euro zuzüglich 34000 Euro an Nebenkosten. Etwa 35000 Euro von den Gesamtkosten zahlt der ZMA als seinen Anteil für die Nachbesserung beim Kanalbau.

Die Schlussrechnung für den Ausbau steht noch aus. Da es sich um den Erstausbau einer Wohnstraße handelt, tragen die Anlieger 90 Prozent der Kosten, die restlichen zehn Prozent werden von der Stadt geschultert.

Die Straße „Vor dem Wäldchen“ gehört zu einer 30-Kilometer-Zone.

von Hartmut Berge

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