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Noch fehlt der große „Insel“-Zugang

Innenstadtinsel Noch fehlt der große „Insel“-Zugang

Laufende und künftige Projekte standen im Mittelpunkt der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses. Doch nimmt sich das Parlament die Sitzung des Bauausschusses von Dienstagabend zum Vorbild, dann dauert die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag nicht lange.

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Im Rathaus herrscht Zuversicht, dass die Stadt dieses einstöckige Gebäude bald erwerben und abreißen kann. Dort soll ein Durchgang zur Marktstraße entstehen. Bisher gibt es eine mündliche Zusage. Die Vertragsunterzeichnung soll bald folgen.

Quelle: Hartmut Berge

Gladenbach. Die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses befassten sich in erster Linie mit zwei Bebauungsplanänderungen, jeweils mit den Beschlüssen zu den während der Offenlegung eingegangenen abwägungsrelevanten Stellungnahmen sowie den Satzungsbeschlüssen. In beiden Fällen empfahl der Ausschuss dem Parlament die Zustimmung zu den Vorlagen.

In dem Bebauungsplan für Erdhausen geht es um Flurstücke, auf denen bisher nur die Ansiedlung von Läden möglich ist. Diese Flächen sollen als Wohngebiet ausgewiesen werden.

Der Bebauungsplan für die Innenstadt-Insel in der Kernstadt, das Areal zwischen Marktstraße und Teichstraße, musste erneut offengelegt werden, weil ein Anlieger Einwände hatte. Ihm missfiel, dass sein an der Marktstraße liegendes Grundstück samt Haus mit in die Planung einbezogen war. Ursprünglich wollte die Stadt eine Rohbau­garage samt Grund von dem betreffenden Eigentümer erwerben, sie abreißen und damit einen gradlinigen Durchgang von der Marktstraße zum noch neu zu gestaltenden Gelände auf der Innenstadt-Insel schaffen.

Doch der Eigentümer, dem auch das alte Katasteramtsgebäude gehört, ist nicht zum Verkauf bereit.

In der überarbeiteten Planung sei den Einwänden des Anliegers entsprochen worden, berichtete Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim im Bauausschuss. Während der neuerlichen Auslegung kam es zu keinen Einwänden. Nach dem Satzungsbeschluss durch das Parlament am Donnerstag erwartet der Bürgermeister in Kürze die endgültige Baugenehmigung für die Umgestaltung der Innenstadt-Insel.

Zu einem Streitfall könnte es bezüglich einer Parzelle hinter dem Katasteramt kommen, die zurzeit für Parkplätze genutzt wird. Die Grundstückseigen­tümerin möchte an die Stadt verkaufen, hat aber dem Nachbarn und Eigentümer des Katasteramtes ein Vorkaufsrecht eingeräumt. Das komme zum Tragen, wenn die Eigentümerin an Dritte verkaufen würde, erklärte der Bürgermeister. Da man sich im städteplanerischen Verfahren befinde, habe die Stadt in diesem Fall das hoheitliche Vorkaufsrecht. Das habe man sich vorsorglich auch vom hessischen Städte- und Gemeindebund bestätigen lassen, sagte Klaus-Dieter Knierim. Von der denkbaren Einleitung eines Rechtsstreites lasse man sich nicht beirren, versicherte das Stadtoberhaupt.

Zuversichtlich ist die Stadtverwaltung, dass alsbald ein weiterer Kaufvertrag unterschrieben werden kann: Zwischen dem Gebäude der ehemaligen Firma Schlag und der VR-Bank steht ein eingeschossiger Anbau, der abgerissen werden soll. Dort soll ein weiterer Durchgang für die Innenstadt-Insel entstehen. In diesem Zusammenhang machte Christiane Becker (CDU) darauf aufmerksam, dass zur Marktstraße hin eine nicht mehr in Betrieb befindliche Zisterne bestehe. Aus fachkundiger Quelle habe sie erfahren, dass eine Zisterne an dieser Stelle dem Brandschutz in der Innenstadt dienlich sein könne. Zudem seien solche Anlagen förderfähig. Im Rathaus will man nun prüfen, ob dies realisierbar ist.

von Hartmut Berge

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