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Neuer Unterstützer für Ortsumgehung Eckelshausen

Planfeststellungsverfahren Neuer Unterstützer für Ortsumgehung Eckelshausen

Nichts Neues zum Verfahrensstand, aber Hoffnung auf einflussreiche Unterstützung gab es bei einer CDU-Veranstaltung.

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Selbst als sich die Versammlung gegen 17 Uhr am Abzweig der B 62 zur B 453 bildete, wälzten sich noch Autoschlangen durch Eckelshausen.

Quelle: Gianfranco Fain

Eckelshausen. Den bewegendsten Moment leitete Gerd Dönges am Veranstaltungsende ein, als er die rund 50 Teilnehmer, darunter rund 20 aus dem Ort, im Eckelshäuser Bürgerhaus um eine Schweigeminute im Gedenken an den kürzlich verstorbenen Werner Mohrherr bat.

Mohrherr war Mitglied des Sprecherrates der Bürgerinitiative Eckelshausen und seit 25 Jahren im Einsatz, um den Ort von der Lärmbelästigung und der Gefährdung zu befreien, die täglich Tausende Fahrzeuge verursachen, die auf der B 62 durch den Biedenkopfer Stadtteil fahren.

Die 25 Jahre wurden mehrfach erwähnt, denn so lange warten die Eckels­häuser schon auf die Umgehungsstraße. Sie fühlten sich aber mittlerweile von den Breidenbachern überholt, für deren Umgehung nun schon die Anhörung zum Planfeststellungsverfahren läuft, bemerkte Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD).

Am Mittwochnachmittag lud nun der CDU-Kreisverband Marburg-Biedenkopf zu „B 62 plus“ vor Ort ein. Diese Veranstaltung wurde unterschiedlich bewertet. Während einige Befragte einfach nur bemerkten „Es ist halt Wahl“, stimmte sie andere schon zuversichtlicher. „Ganz gut“, fand sie zum Beispiel der neue BI-Sprecher Erich Mohrherr, „weil Unterstützung zugesagt wurde“.

Braun und Schäfer wollen sich für das Projekt einsetzen

Diese gab der aus Gießen stammende Staatsminister im Kanzleramt Dr. Helge Braun (CDU) ebenso wie der Hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (CDU). „Bei allen weiteren Verfahrensschritten wissen Sie mich an Ihrer Seite“, sagte Braun, der von Schäfer als neues Fördermitglied der BI bezeichnet wurde, weil er auch im Stau stand.

Beide wollen sich in ihrem Einflussbereichen – der Finanzierung und der Planfeststellung – für die Ortsumgehung Eckels­hausen einsetzten, wenn der Plan von Hessen Mobil den Sichtvermerk des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) erhalten hat. Der neuerlichen Planungsverzögerung gewann Schäfer gar einen positiven Aspekt ab: „Besser jetzt, als im Planfeststellungsverfahren.“ Denn das hätte eine Verzögerung um Jahre mit sich bringen können.

Wie die OP berichtete, baute Hessen Mobil in die beim BMVI zur Vorprüfung eingereichten Pläne noch eine technische Lösung ein, um das Einfließen von hohen Streusalzkonzentrationen in die Lahn zu vermeiden. Die Pläne sollen nun im April wieder zur Fachabteilung nach Bonn zurückgehen.

So weit wie in Eckelshausen zu sein, davon können die Buchenauer nur träumen. Für den Dautphetaler Ortsteil an der B 62 gibt es noch nicht einmal eine Idee der Linienführung einer Umgehungsstraße. Deshalb drängte Ortsvorsteher Andreas Feußner (CDU) darauf, dass die Ortsumgehung Buchenau auch im vordringlichen Bedarf des neuen Bundesverkehrswegeplans aufgeführt wird. Und Bürgermeister Bernd Schmidt (FW) mahnte an, dass es „nach Eckels­hausen nicht lange dauern darf, bis eine Entlastung auch für Buchenau kommt“.

von Gianfranco Fain

Hoffnung auf ein Ende der Qual

Optimistisch gesehen kann mit der Ortsumgehung Eckelshausen jetzt nichts mehr schiefgehen. Nach dem Bundestagsabgeordneten und verkehrspolitischen Sprecher der SPD Sören Bartol, dem CDU-MdB Dr. Stefan Heck und dem Hessischen Finanzminister Dr. Thomas Schäfer will sich nun auch der Staatsminister im Kanzleramt Dr. Helge Braun (beide CDU) für die Umgehungsstraße einsetzen.

So viel politisches Schwergewicht für ein kurzes Stück Straße muss einfach reichen. Wenn es wieder nichts werden sollte mit dem Bau, weil die Planung nicht standhält oder nicht genug Geld zur Verfügung steht, dann braucht sich in den nächsten 25 Jahren wohl keiner von ihnen mehr in den Biedenkopfer Stadtteil trauen.

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