Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Neuer Antrieb für Busse und das „AST“

Öffentliche Verkehrsmittel Neuer Antrieb für Busse und das „AST“

Ehrenamtliche Mobilitätsberater und -lotsen sollen in der Region für das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs werben.

Voriger Artikel
Neue Sängerin hat 
nur eine Woche Zeit
Nächster Artikel
Mit Bierkrug und Kisten zum Sieg

Andreas Seelbach (von links), Dirk Burkert, Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow, Oliver Achenbach, Heinz-Konrad Debus, Mark Born und Jan-Eric Walb werben für den Einsatz von Mobilitätsberatern und -lotsen, um die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu verbessern.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Lohra. Der Einsatz von Ehrenamtlichen soll die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs aufs Neue beleben. „Es lohnt sich, den Bewohnern des Landkreises das Angebot näherzubringen. Wir tun das nicht mit einer App, sondern mit echten Menschen“, sagte Zachow.

Die Mobilitätsberater sollen das Bindeglied zwischen den Nutzern und den Busunternehmen sein. Sie sollen dem Nahverkehr ein Gesicht geben und das Angebot stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung rücken. Ein guter Grund für den Einsatz sei, dass viele Probleme hätten, den Fahrplan zu lesen, erklärte Heinz-Konrad Debus, RNV-Geschäftsführer.

Der Busbahnhof in Lohra wurde ausgewählt, um am Donnerstag das neue Konzept des RNV (Regionaler Nahverkehrsverband) und des Landkreises vorzustellen. Sowohl die Busunternehmen als auch Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow versprechen sich durch den Einsatz von ehrenamtlichen Mobilitätsberatern und -lotsen, die Busse und die Anruf-Sammel-Taxis besser auszulasten.

Mobilitätsberater gesucht

Andreas Seelbach von der Geschäftsführung das ALV Verkehrsverbund Oberhessen sprach ein Problem offen aus: „Die Nutzung des Anruf-Sammel-Taxis ist zurzeit eine Katastrophe.“ Wer ein Anruf-Sammel-Taxi (AST) nutzen will, muss einen zeitlichen Mehraufwand in Kauf nehmen. Das könnte der Grund sein, warum das Angebot in verschiedenen Regionen des Landkreises wenig nachgefragt wird.

„Die Mobilitätsberatung ist eine wichtige Dienstleistung für neue und alte Kunden des Nahverkehrs im Landkreis geworden“, sagte Zachow. Außer über die Nutzung des AST sollen Ehrenamtliche ab Mitte September Auskünfte zu Fahrplan- und Tariffragen und sogar Tipps für Freizeitangebote geben, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen sind.

Geplant ist, vier Mobilitätsberater/-lotsen für das Hinterland, den Ostkreis und im Marburger Umland einzusetzen, einer von ihnen soll sich den Mobilitätsfragen der Jugend annehmen. Für ihre Arbeit erhalten die Ehrenamtlichen eine Aufwandsentschädigung.

Vorzugsweise nutzen sie selbst den öffentlichen Personennahverkehr und kennen sich mit dem Liniennetz im Landkreis aus. Auch Kenntnisse des Tarifsystems sind vorteilhaft. Zudem ist es wichtig, dass die Ehrenamtlichen eine gewisse Kundenorientierung mitbringen.

Zu ihren Aufgaben zählt die Entgegennahme und Weiterleitung von Beschwerden sowie das Vornehmen von Stichproben, um festzustellen, ob Busse pünktlich sind, damit die Anschlussverbindungen erreicht werden können.

  • Die Bewerbungsfrist endet am 15. September, auch noch nach dem Termin können sich Bewerber melden. Weitere Informationen stehen auf der Homepage des RNV unter www.rnv.marburg-biedenkopf.de.

von Silke Pfeifer-Sternke

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr