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Neue Miss Wittgenstein heißt Atlanta

181. Tierschaufest Tierschau auf dem Stünzel Neue Miss Wittgenstein heißt Atlanta

Tausende strömten bei herrlichem Wetter zum 181. Tierschaufest nahe der Ortschaft Stünzel. Auch aus dem Hinterland kamen die Besucher in Scharen.

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Stefan Grenz aus Bad Berleburg-Elsoff präsentiert seine fünfjährige Milchkuh Atlanta, die den Titel der „Miss Wittgenstein 2013“ erhielt. Fotos: Björn-Uwe Klein

Quelle: Björn-Uwe Klein

Stünzel. Wieder mischte sich der Geruch von Vieh und Heu mit dem Duft kulinarischer Spezialitäten über dem Festplatz. Besuchermassen, so weit das Auge reichte, bevölkerten bei herrlichem Hochsommerwetter das Gelände. Traktoren knatterten, Kühe muhten, Schafe blökten, Blasmusik erklang.

Dichtes Gedränge herrschte an den Zäunen, an denen es Rinder, Pferde, Schafe und Ziegen zu betrachten gab. Faszinierend war dies vor allem für die jüngsten Besucher. Ein Tier zu streicheln, zu füttern oder ihm einfach nur ganz nah zu sein - das zählte für viele Kinder zu den Höhepunkten des Tages, für einige noch mehr als Eis essen und Kettenkarussell fahren.

200 Stände des Jahrmarktssind dicht umlagert

Dicht umlagert waren auch die rund 200 Stände auf dem Jahrmarkt, der Angebote für die unterschiedlichsten Geschmäcker bereit hielt. Spielzeug, Schmuck, Hüte und es dort zu erwerben, ebenso Öle, Gewächse für den Garten und vieles mehr.

Blumenhändler Jak Peters aus Elsterwerda lief einmal mehr zur Hochform auf, erwies sich als Verkaufstalent mit Entertainerqualitäten. „Ich pack euch die Budel voll“, rief er - seine Gewächse empor haltend - dem Publikum zu. Und dieses kaufte nicht zu knapp. „Mit Liebe pflegen, nächstes Jahr gesund wiederkommen“, so Peters’ Rat.

Zur offiziellen Festeröffnung spielten die Blasmusikanten aus Wallau auf, schon seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des Stünzelfests. Der Vorsitzende des Kreislandwirtschaftsvereins, Helmut Dreisbach, ging in seiner Ansprache auf die besonderen Herausforderungen ein, vor die der lange Winter die heimischen Landwirte gestellt habe. Dass diese dennoch so zahlreich zur Tierschau erschienen waren, sei umso bemerkenswerter.

Henner Braach, Vizepräsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands, mahnte mehr gesellschaftliche und politische Wertschätzung für die Arbeit von Landwirten an. Die heutige Landwirtschaft müsse einer Vielzahl an Zielen gleichzeitig Rechnung tragen, von Umwelt- und Klimaschutz bis hin zu einer angemessenen Preisgestaltung.

Mit großer Spannung fieberten die Teilnehmer der Tierschauen der Bekanntgabe der Ergebnisse entgegen. Der Titel Miss Wittgenstein, der jedes Jahr an die schönste Milchkuh vergeben wird, ging diesmal an die fünfjährige „Atlanta“ aus dem Stall von Stefan Grenz aus Bad Berleburg-Elsoff. Neben Milchkühen wurden auch Fleischrinder, Pferde, Schafe, Kaninchen und Geflügel prämiert.

Mit der Prämierung der Tiere endete der offizielle Teil des Festes und das Feierpublikum übernahm endgültig das Terrain.

von Björn-Uwe Klein

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