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Neue Informations-Form kommt an

Windpark Weißenberg Neue Informations-Form kommt an

Das Bürgerforum zum Windpark Weißenberg im Dautpher Bürgerhaus war auch ein Test. Am Ende des Abends stand fest: Die Hofmann-Gruppe wird diese Art der Präsentation zum Standard erheben.

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Die Schautafeln fanden große Beachtung. Bruno Strunkeit betrachtete die Darstellung eines Anlagenrückbaus.

Quelle: Gianfranco Fain

Dautphe. „Wir waren schon etwas nervös“, bekennt Michael Koch. Nicht nur für den Geschäftsführer der Hermann-Hofmann-Gruppe fand am Mittwochabend eine Premiere statt. Mehrere Beteiligte an der Entstehung und dem späteren Betrieb des Windparks Weißenberg waren im Bürgerhaus Dautphe versammelt, um Fragen der Bürger zu beantworten.

„Hier steht alles da, was mit der Windpark-Planung, der Finanzierung und dem Bau zu tun hat“, sagte Bürgermeister Bernd Schmidt zur Begrüßung der rund 40 Gäste des Bürgerforums und fügte an: „Ich glaube, mehr Info und Beteiligung kann man nicht machen.“ Das neue an der Präsentation ist, dass es nicht wie bei ­einer Bürgerversammlung einen Referenten gibt, der vorne spricht und auf die Fragen einzelner reagiert.

Stattdessen waren mehrere Infostände im Saal verteilt, an denen mit Schautafeln ein Fachgebiet visualisiert wurde und zugleich ein Fachmann- oder Fachfrau der Hofmann-Gruppe oder eines externen Fachbüros bereit war, Fragen der Bürger zu beantworten. So stellte die Hofmann-Gruppe die Lagepläne vor, zeigte den geplanten Ablauf, zurzeit ist der Antrag in der Prüfung zur Genehmigung, und wies auch auf die Offenlage der Unterlagen in den Gemeindeverwaltungen Dautphetal, Biedenkopf, Breidenbach und Steffenberg hin.

Bürger können sich auch über Homepage informieren

Zudem gab es Visualisierungen dazu, wie es am Weißenberg aussehen wird oder wie sich die regionale Wertschöpfung darstellt. Anwesend war auch der Gutachter, der die Berurteilungen zu den Auswirkungen von Schall- und Schlagschatten für alle umliegenden Orte erstellt hat, Experten von genossenschaftlichen Geldinstituten, die Fragen der Finanzierung beantworteten und Vertreter des Büros, die die Untersuchungen zur Umweltverträglichkeit vorgenommen hat.

Ebenfalls vertreten war die „Lahn-Dill-Bergland-Energie“, die später einen Großteil der Anteile des Windparks übernehmen wird sowie ein Repräsentant der Firma Enercon, die die sechs E-115-Windkraftanlagen liefern wird. Der Enercon-Mann war einer der gefragtesten Gesprächspartner, aber auch Koch beantwortete die Fragen der Besucher. Diese erfuhren zum Beispiel, dass für den Rückbau der Anlagen Rückstellungen gebildet werden müssen in Höhe von 1000 Euro je Meter Turmhöhe, was für den Weißenberg rund 700 000 Euro ergibt.

Schaubilder zeigten, wie so ein Rückbau vonstatten geht. Auch über die Finanzierung wurde einiges gesagt. Die Lahn-Dill-Bergland-Energie wird 50 Prozent der Anteile übernehmen, 10 Prozent werden bei der Hofmann-Gruppe verbleiben. Der Windpark soll sich durch seine Ertragskraft finanzieren. Eine Bürgerbeteiligung wird es erst geben, wenn die Anlagen am Netz sind und so fest steht, welche Konditionen dem Windpark, zum Beispiel beim EEG, gegeben sind. Michael Koch wies auch auf die Homepage www.windpark-weissenberg.de hin, die aktuelle Informationen zum Windpark gibt und auch die Möglichkeit bietet, Fragen an die Projektierer zu stellen.

Windpark Weißenberg
Betreiber: Windpark Weißenberg GmbH
Standorte: 5 WEA auf dem Gebiet der Gemeinde Dautphetal, eine WEA auf der Biedenkopfer Gemarkung.
Hersteller der Windräder: Enercon,
Typ: E 115
Nabenhöhe: 149 Meter
Rotordurchmesser 115 Meter
Leistung je Anlage: 3 Megawatt
Baustart: Ende 2015/Anfang 2016
Inbetriebnahme: Ende 2016
Jährliche Gesamt-Stromerzeugung: etwa 39 500 Megawattstunden
 

von Gianfranco Fain

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