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Neue Genehmigung, neue Klage

Windpark Hilsberg Neue Genehmigung, neue Klage

Am Donnerstag erteilte das RP Gießen die Genehmigung für den Windkraft-Standort 6 des Windparks Hilsberg, am Freitag kündigte der Vogelschutzverein Holzhausen an, auch gegen diese Genehmigung zu klagen.

Holzhausen. Nun also doch. Einen Tag nach der Erteilung der BImschG-Genehmigung für den Windradstandort 6 auf dem Hilsberg kündigte der Vogelschutzverein Holzhausen/Hünstein an, auch gegen diese Genehmigung zu klagen. „Das hat sich gestern im Laufe des Tages so entwickelt“, erklärt Otto Lixfeld, Vorsitzender des Vereins.

Noch tags zuvor, am Donnerstag, waren die Standortgegner von der Genehmigung überrascht worden und auch zu sehr mit der Aufarbeitung der Geschehnisse vom Mittwoch am Standort 1 und 2 beschäftigt gewesen (die OP berichtete), als dass man schon eine Marschrichtung nennen konnte.

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Nun steht fest, dass auch gegen Standort 6 geklagt wird. Mehr noch: Da auch für diesen Standort der Sofortvollzug von der Genehmigungsbehörde, dem Regierungspräsidium Gießen, angeordnet wurde, forderte der Anwalt der Vogelschützer das RP am Freitag auf, den Sofortvollzug auszusetzen. Denn: Bauamtsleiter Thomas Reuter hatte am Tag der Genehmigung angekündigt, in der nächsten Woche mit den Rodungen am Standort 6 beginnen zu wollen.

Erst wenn sich das RP ablehnend erklären sollte, würde Linhart eventuell einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Gießen stellen. Das Ziel der Aussetzung: Es sollen jegliche Arbeiten, wie das Fällen von Bäumen, verhindert werden, bevor ein Gericht über die Rechtmäßigkeit der Genehmigung befindet.

Linhart erklärt, dass trotz des getrennten Genehmigungsverfahrens der Standort 6 im Zusammenhang mit den anderen zu sehen ist. Jedoch habe eine in der Kürze der Zeit vorgenommene Prüfung ergeben, dass der Artenschutz bei dieser Genehmigung anscheinend eine noch untergeordnetere Rolle gespielt hat als bei der für die anderen Standorte.

Der Standort 6 ist der am weitesten von Holzhausen abgewandte Standort nahe der Grenze zum Gladenbacher Stadtteil Rachelshausen. Er war schon während der Mediation als Alternativstandort für den geplanten Standort 3 ins Spiel gekommen, weil das RP die Aussichten einer Genehmigung für diesen mittleren Standort aus naturschutzrechtlichen Gründen als sehr gering einschätzte.

von Gianfranco Fain

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