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Neubau soll Betriebskosten senken

Investition in Rheumazentrum Mittelhessen Neubau soll Betriebskosten senken

23 Millionen Euro werden in den Neubau des Rheumazentrums Mittelhessen in Bad Endbach investiert. Das neue Gebäude soll dazu beitragen, Abläufe zu optimieren und die Betriebskosten zu senken.

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23 Millionen Euro investiert das Rheumazentrum Mittelhessen in den Bau eines neuen Klinik-Gebäudes. Das Land Hessen schießt 10 Millionen Euro zu. Das Gebäude wird auf dem Gelände gebaut, während der Betrieb in den alten Gebäuden weiterläuft.

Quelle: Planungsbüro

Bad Endbach. Südwestlich des heutigen Gebäudekomplexes des Rheumazentrums Mittelhessen in Bad Endbach entsteht für 23 Millionen Euro ein fünfgeschossiger Neubau (die OP berichtete). Gebaut wird ein in der untersten Ebene zum Teil im Erdreich liegendes Gebäude mit zwei Innenhöfen und Flachdach, das sich an das bestehende Gebäude der Rehabilita­tionsstation anschließt.

Im Keller sind die Küche, die Technik, die Logistik und das Archiv untergebracht. Auf der Ebene 0 befindet sich der Haupteingang, Untersuchungs- und Behandlungsräume sowie die Schwerpunktpraxen und die Cafeteria. Im 1. Stock sind die Therapieräume untergebracht, im 2. die Pflegestation mit 40 Betten, sowie die Therapie und der Sozialdienst.

In der 3. Etage befindet sich eine weitere Pflegestation mit 40 Betten sowie die Verwaltung. Die Anzahl der bisherigen Betten bleibt demnach erhalten: 80 in der Akutstation und rund 40 in der ­Reha-Station. Der Neubau soll dazu beitragen, die Abläufe zu optimieren, die Betriebskosten zu senken und das Gebäude den heutigen Standards anzupassen.

Die Hanglage ermöglicht es, dass die Wege für die Ver- und Entsorgung sowie die für Personal und Patienten gut getrennt werden können. In den Neubau investiert die Geschäftsleitung des Rheumazentrums 13 Millionen Euro an Eigenmitteln, das Land Hessen unterstützt das Vorhaben mit 10 Millionen Euro. Die Förderzusage überbrachte am Mittwoch Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer ( die OP berichtete).

Betrieb läuft während des Baus weiter

Bis zu diesem Zeitpunkt hat sich die Geschäftsleitung immer bedeckt gehalten, was die Planungen angeht. Vor dem Ja zum Neubau gab es Überlegungen, die bestehenden ­Gebäude auf den neuesten Stand zu bringen und eventuell einen Anbau zu errichten.

Durch den Abbruch eines Wohnhauses auf dem Klinik-Gelände ergab sich die Möglichkeit, das neue Gebäude in einem Bauabschnitt zu errichten. Die jetzige Planung hat zudem den Vorteil, dass der Krankenhausbetrieb während des Baus weiterlaufen kann.

Am Standort Bad Endbach gibt es vier Einrichtungen für die Versorgung zumeist rheumatologischer und orthopädischer Patienten. Neben der Akutklinik mit dem Schwerpunkt Rheumatologie gibt es ­eine Reha-Klinik, zwei rheumatologische Schwerpunktpraxen und die therapeutische Ambulanz.

Behandelt werden entzündliche rheumatische Erkrankungen wie chronische Polyarthritis oder Morbus Bechterew, Arthrosen, Bandscheibenschädigungen oder Osteoporose, Weichteilrheuma wie Fibromyalgie und Stoffwechselerkrankungen wie Gicht.

Zudem werden auch Nachsorgemaßnahmen nach Operationen, beispielsweise nach Bandscheibenoperationen, angeboten. Mit der Investition in ein neues Gebäude geben die Verantwortlichen ein klares Votum für den Standort Bad Endbach ab.

von Silke Pfeifer-Sternke

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