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Name ist der Geschichte geschuldet

Innenstadtinsel Name ist der Geschichte geschuldet

In der Vorauswahl setzte sich der Favorit des Magistrats deutlich gegen den Vorschlag des Ortsbeirates der Kernstadt durch. Für die Innenstadtinsel wählten die Stadtverordnete den Namen „Platz am Alten Amtshaus“.

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Gladenbach hat die Auswahl

Der neugestaltete Platz zwischen Markt- und Teichstraße heißt nun „Platz am Alten Amtshaus“.

Quelle: Gianfranco Fain

Gladenbach. Ein keinesfalls einfaches Vorgehen hatten die Gladenbacher Stadtverordneten am Donnerstagabend vor sich, als es um die Namensfindung für die sogenannte Innenstadtinsel ging. Unter 38 Vorschlägen mussten die Parlamentarier erst in geheimer Wahl – mit Wahlzettel in einer Wahlkabine – den Favoriten ermitteln, um diesen dann in einer öffentlichen Abstimmung zu bestätigen.

Aus dieser ging der Name „Platz am Alten Amtshaus“ als Sieger hervor. 17 Stadtverordnete gaben diesem Vorschlag, der zugleich auch der Favorit des Magistrats war, ihre Ja-Stimme, die zwölf Mitglieder der SPD-Fraktion enthielten sich.

Zuvor hatte sich der „Platz am Alten Herrenhaus“ mit 15 Stimmen deutlich vor dem Vorschlag des Ortsbeirates der Kernstadt durchgesetzt. Der „Platz der Begegnung am Herrenbau“ erhielt nur neun Stimmen. Vereinzelt wählten die Parlamentarier auch „Herrnbau-Insel“, Platz am Herrnbau oder Friedensplatz.

Keine Zustimmung fanden Vorschläge wie „Platz des Verstehens“, „Fiona-Platz“, „Plaza Dieter Blume“ oder der Stockhausen-Platz, der sogar in zwei Varianten vorlag, als Johann-Christoph und als Johann-Christian. Gar nicht zur Disposition stand „Innenstadtinsel“.

Kontroverse über Schreibweise

Nach der Wahl entwickelte sich eine hitzige Debatte, wie der neue Name nun richtig zu schreiben sein: „Platz am alten Amtshaus“ oder „Platz am Alten Amtshaus“. Diese knifflige Frage sollen nun die Verwaltungsmitarbeiter klären.

Keine Fragen sind dagegen nach der Urheberschaft und dem Hintergrund des siegreichen Vorschlags offen, den Walter Jakowetz einreichte. Der Erste Stadtrat wollte im Namen des neuen Platzes die geschichtliche Bedeutung Gladenbachs verewigt wissen. Denn das auf dem Platz in dem ehemals politisch unbedeutendem Dorf Gladenbach errichtete Gebäude war der Ersatz für das baufällige und abgetragene Amtshaus auf dem Blankenstein.

In dem Neubau waren der Rentmeister und andere Verwaltungmitarbeiter tätig, zuletzt beherbergte es das Amtsgericht. Das Amtshaus wurde vor rund 100 Jahren abgerissen, stehe aber am Beginn des mehr als 150 Jahre währenden Weges Gladenbachs vom Dorf zur Stadt und schließlich zum Mittelzentrum der Region.

von Gianfranco Fain

 
Beschlüsse

Nur in der Namensgebung für die Innenstadtinsel waren die Gladenbacher Parlamentarier nicht einer Meinung. Einstimmig beschlossen wurden dagegen:

- Der Abschluss des Gas-Konzessionsvertrages mit Energie Netz Mitte bis zum 31. Januar 2033.

- Die Änderung der Geschäftsordnung der Stadtverordnetenversammlung.

- Die Richtlinien zur Ehrung verdienter Persönlichkeiten.

- Die Aufstellung des Bebauungsplanes „Im Oberen Haumbach“ in Weidenhausen.

- Die Änderungen der Flächennutzungspläne „Im Oberen Haumbach“ in Weidenhausen sowie „Bahnstrecke Erdhausen/Mornshausen“.

 
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