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Nostalgie im Hinterlandmuseum

Nähmaschine ist das Exponat
 des Monats

Das Exponat des Monats April im Hinterlandmuseum in Biedenkopf ist eine Nähmaschine der Firma Gritzner aus der Zeit um 1895. Gestiftet wurde sie von Ursula Braun (Biedenkopf) und Eckehardt Hosch (Wolfsburg).
Die Nähmaschine der Firma Gritzner stammt aus der Zeit um 1895. Foto: Landkreis

Die Nähmaschine der Firma Gritzner stammt aus der Zeit um 1895.

© Landkreis

Biedenkopf. Die Nähmaschine ist gut erhalten und weist noch zahlreiches Zubehör auf. Die Seitenteile des Gestells sowie das Fußpedal sind aus Gusseisen mit stark geschwungenen Streben. Auf dem Gestell befindet sich ein Holztisch mit eingearbeitetem Maßstab. Darauf steht die eigentliche Nähmaschine, die von Hand oder mit dem Fußpedal über einen Umlaufriemen angetrieben wird.

Wie in der beigefügten Gebrauchsanweisung angegeben, handelt es sich bei der Nähmaschine um das „Modell Nr. 4 Gritzner B für Hand- und Fußbetrieb auf neuem Gritzner-Gestell mit Kasten“.

Eine Besonderheit ist ein Teller für ein kleines Ölkännchen unter dem Tisch. In einem hölzernen verschließbaren Schubfach ist Platz für Zubehörteile und ein kleines Heftchen mit dem Titel „Anweisung zum Gebrauch der durch die Maschinenfabrik Gritzner Actien-Gesellschaft in Durlach neu verbesserten Nähmaschinen für Familien und Gewerbetreibende“. Detailliert wird darin die Funktionsweise aufgeführt und dargestellt. Neben Stoffen aller Art ist die Maschine auch für „feines Leder“ und „Huteinfassungen“ geeignet.

Die Gebrauchsanweisung enthält unter anderem eine Auflistung der „verschiedenen neuverbesserten Hilfsvorrichtungen“ und den „Vergleich der Arbeitsleistung dieser Nähmaschine mit der Handarbeit.“ Laut Auflistung dauert das Nähen eines „Mannshemd(es)“ ­eine Stunde und 15 Minuten und mit der Hand 14 Stunden und 25 Minuten.

  • Öffnungszeiten des Hinterlandmuseums: Vom 24. März bis 15. November immer dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Am Oster- und Pfingstmontag ist das Museum geöffnet.

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